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Am 7. April. 435'
nete und sprach; „Seht, an diesem Orte werdet ihr mich begraben."
Am Osterdienstage wurde er von einem Fieber befallen, welches den
kleinen Rest seiner Kräfte schnell aufzehrte. Kurze Zeit vor seinem
Tode lag er durch zwei Stunden mit heiterm Angesicht sprachlos,
wie verzuckt da. Als er zu sich selbst kam, klagte er, daß er nichts
ausrichte, indem Jesus seine Bitte nicht erhöre. — Mehr konnten
indessen die Umstehenden von ihm nicht erfahren. Bald darauf
nahm er von ihnen Abschied, und empfahl Gott seine Seele, und
verschied. Sein Leichnam wurde, wie er es vorhergesagt hatte, im
Fraucnklostcr Hoven begraben; nach wenigen Wochen aber wieder
aus dem Grabe erhoben, und in's Kloster Steinfcld übersetzt.
Nicht allein die Uebung der Andacht, sondern jedes Geschäft,
das wir, zumal in unserem Berufe, nach dem Willen Gottes, und
aus Liebe zu Gott verrichten, ist ein Gott wohlgefälliges und ver-
dienstliches Werk.
Der heilige Antonius von Padua.
(Am 13. Juni.)
Unter den Schülern des heiligen Franziskus von Assis hat sich
ausgezeichneten Ruhm und große Verehrung, zumal bei dem Orden
der mindern Brüder Franziskaner und Kapuziner, Antonius erwor-
ben, der den Beinamen „von Padua" erhielt, weil er in dieser be-
rühmten Stadt Italiens begraben wurde. Er wurde geboren zu
Lissabon in Portugal, im Jahre 1195, und erhielt in der heiligen
Taufe den Namen Ferdinand. Sein Vater war Martin von Bul-
lones, Hauptmann in dem Heere des Alphons, nachmals Königs
von Portugal, und seine Mutter soll Maria geheißen haben. Die
Erziehung erhielt er im Hause seiner christlichen Eltern. In seiner
Jugend schon zeigte er einen ernsten Sinn, und ein sehr frommes
Gemüth. Sein Mitleiden gegen Arme und Nothlcidende wird vor-
zugsweisc gerühmt. Im fünfzehnten Jahre seines Alters verließ
Antonius die Welt, und verfügte sich zu den regulirtcn Chorherren
des heiligen Augustin, welche ein Haus >— St. Vincenz — bei
Lissabon hatten, wo er das Drdenskleid nahm; aber nur zwei Jahre
blieb, weil ihm die vielen Besuche seiner Verwandten beschwerlich
waren, indem sie ihn vielfältig in seiner Einsamkeit störten, und in
den geistlichen Uebungen, denen er mit glühendem Eifer oblag, hin-
derten. Mit Bewilligung des Abtes verließ er dieses Kloster, und
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Volume 2
- Title
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Subtitle
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Volume
- 2
- Author
- Anton Mätzler
- Publisher
- Landshut Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 1840
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 9.8 x 16.9 cm
- Pages
- 982
- Keywords
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen