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Am 27. Februar. 583
Er starb am 6. Jänner 1373 , im zwei und siebenzigsten Jahre
seines Alters, und dreizehnten seiner bischöflichen Würde. Gott ver-
herrlichte durch verschiedene Wunder seinen Diener, der deßhalb vom
Papst Urban VI I I . , im Jahre 1629, dem Heiligenvcrzeichmsse ein-
verleibt wurde. —
Willst du gut seyn, so flieh' die Gemeinschaft der Bösen.
Nichts schadet guten Sitten mehr, als sich unter den großen Hau-
fen mischen. Zieh dich also, so viel du immer kannst, in dich selbst
zurück, damit der große, zum Bösen auf allen Seiten einverstandene
Haufen dein Gemüt!) nicht mit Irrthümern anstecke. Das Gemüth
ist freudiger, wenn es weniger zerstreut ist. „Card. Bona."
Die heilige Catharina von Siena, Jungfrau.
(Am 3«. April.)
Nicht selten wählt Gott die Schwachen, um durch sie die
Mächtigen und Großen zu beschämen. Einen Beweis hievon liefert
uns das vierzehnte Jahrhundert in einigen Frauenspersonen, welche
mit Weisheit und Kraft von Gott ausgerüstet, in der Kirche Got-
tes wirkten. Sie lebten zu gleicher Zeit in verschiedenen Ländern
Europa's, nämlich: die heilige Brigitta in Schweden, Iuliana in
England, die heilige Gertrud in Deutschland, Angela von Foligni,
und die heilige Catharina von Siena in Italien.
Die heilige Catharina wurde geboren zu Siena, im Jahre
1347. Ihr Vater, Jakob Bcnincusa, war ein Färber. Frühe
schon ward sie begnadigt mit höherer Erleuchtung, und dadurch in
ihrem Gemüthe entstammt mit inniger Liebe zu Jesus Christus.
Sie schälte vom Irdischen immer mehr sich los, fand ihr seligstes
Vergnügen im Umgänge mit Gott, und übte mancherlei Werke der
körperlichen Abtödtung, getrieben von dem Verlangen, den ersten
Einsiedlern in Acgyptcn nachzufolgen, deren Leben und Thaten ihr
bekannt geworden waren. Sie verlobte sich dem Herrn mit dem
Entschlüsse, die jungfräuliche Reinigkeit zu bewahren, um allein an
das zu denken, was des Herrn ist, auf daß sie an Leib und Geist
heilig seyn möge. (1. Kor. 7, 34.) Die Liebe zu Jesus weckte
in ihrem Herzen die Liebe zum Heile unsterblicher Seelen, weßwc-
gen sie eine besondere Hochschätzung gegen jene hegte, welche sich
ganz dazu widmeten, Jesu Christo Seelen zu gewinnen, und daher
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Volume 2
- Title
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Subtitle
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Volume
- 2
- Author
- Anton Mätzler
- Publisher
- Landshut Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 1840
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 9.8 x 16.9 cm
- Pages
- 982
- Keywords
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen