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und nach dem Verflachen 40 bis 50 Pachter edel aufgeschlossen,
doch vertaubt es sich in der obern Manmiliansohle am nördlichen
Feldorte beinahe gänzlich. Man hat hier die Vertaubnng bei 30
Lachter nach dem Sireichen verfolgt, und hat am Fcldorte eben
einige. Weißcrze, jedoch nicht mächtig anstehend. Diese Strecke ist
für das Austeilen sehr instruktiv und trägt einen mehr gangar-
tigen Charakter^ welcher überhaupt in dem ganzen Vorkommen
vorherrscht. In der erwähnten Strecke ist nähmlich das Liegend
und Hangend durch Schiefersahlbändcr ganz gangartig von der
Lagermasse, die 1 bis 2' mächtig ist, schatf begränzt. In dem
südlichen Feldorte sollen die Baue an zur Dlsa gehörige Rechte
gränzen und durchschlägig seyn, in hölzern Sohlen aber in Erzen
anstehen. In der obern Sohle erscheint das ganze Erzlager in
zwei getrennt, nähmlich in das sogenannte Hanpllager nnd in
den Morgcngana, wovon jedoch letzterer nicht in die Sohle des
Wafscrstollrns niedersetzt. Das taube Zwischeumittel mag an der
mächtigsten Stelle 19 Lachtcr betragen. Außer mit dem Wasser-
stellen wird das Lager noch mit dem Maximilian- nnd Thaddäus-
stollen bebant, die alle durch den Licgend-Kalk eingetrieben sind,
es ist daher das Lager schon sehr stark verhauen, so daß nur
wenige aufgeschlossene Erzmittel noch unverhaueil anstehen. Ober
dem Marstollen sollen sich uoch die Arbeiten vom Hemmastollen
befinden, die aber schon nahe unter der Tagdecke umgehen. Auf
der Höhe nbertags liegen sehr viele Fundstufeu herum, so daß
man dort die Ausbisse des Lagers vermuthen sollte, doch scheint
es, daß man sie noch nicht gehörig untersucht hat. Wie weit das
Lager nnter die Sohle des Wasserstolleus niedersetzt, ist noch nicht >
ermittelt; es sollen da zwei Stollen, der obere nnd untere Io-
sephi, betrieben gewesen seyn, in denen Erze vorgekommen sind,
die aber jetzt beide verbrochen sind.
Viel tiefer hat man vor langer Zeit einen Unterbau angc-
faugen, nähmlich den Thoinaöstolleu, welcher im Liegend im Glim-
merschiefer, der nach St. 13 einfällt, angesessen ist; er soll bei 100
Lachter im Schiefer fortgetrieben worden seyn, und am Feldvrte
in Schiefer anstehen, wurde dann aber verlassen, und das Mund-
loch ist mm schon theilwcisc verbrochen, so daß das Wasser nicht
Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Title
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Subtitle
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Author
- Professor Tunner
- Publisher
- Andreas Leykam'schen Erben
- Location
- Vordernberg
- Date
- 1841
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 18.75 x 29.69 cm
- Pages
- 280
- Keywords
- Bergbau, Bergwerk
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen