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und zu Eberstein gehören uud nicht unbedeutend seyn solle», wohl
aber der Qualität nach weniger gute Erze geben. Durch Maria»
Weltschach ist nun wieder der Olsaer Bergbau niit dem Hütten-
berge in nähern Zusammenhang gebracht, da Weitschach »on Hüt-
»enlerg nur durch ein kleines Thal getrennt ist,
H ü t t e l! b c l g.
Dieser geschichtlich uralte, selbst mit dem Nordernbcrger Crz-
bergc wegen höhern Alters im Streit stehende Bergbau ist der
bei weitem ausgedehnteste und mächtigste in dem ganzen Haupt»
lagerzuge, und nicht umsonst mit dem Nahmen Haupteisenwurzen
bezeichnet, von welchem die Hochöfen von Treibach, Löllina, Heft,
Mosing und Eberstein ihre Erze beziehen.
Auch hier ist der ungeheuere Erzreichthum in einem an 1W
lacht« mächtigen Urkalklaaer eingeschlossen, das zum liegenden
Glimmerschiefer hat, und aus dem auch der größte Theil des hin-
tern Alpcngebirges besteht. Im Hangenden ist auf der südöstlichen
Seite, wo die Nergbaue von der Lölling sind, auf dem 120 Lach»
trr machtigen Kalklager zuerst ein Schiefermittel, welches aber
nach dem Streichen und Ansteigen sich auskeilet; auf diesem ist
wieder K«lk, der auf der Hüttenbcrger Seite nicht durch das
Schiefermittel unterbrochen erscheint; auf diesem sollen dann noch
abwechselnd zwei Schiefer» und Kalklager folgen, und endlich liegt
auf letztcrem Grauwackenschiefer. Das Streichen des obigen erz»
führenden Kalklagers ist im Allgemeinen St. 21 und das Ver-
flachen nach St, l!> bei 40 bis 50 Grad. Gegen Nordwesten schließt
sich das Lager an den Hauptlagerzug bei Weitschach an, und ge-
gen Südosten soll es sich angeblich mit Einmahl anskeilen; in-
deß bemerkt man auf der Straße, welche über Klippitz in das
Lavantthal führt, zwei mächtige Kalklager, welche zum Theil mit
Rohwand durchdrungen sind, und diese dürften möglicher Weise
die Fortsetzung des Erzberger Kalklagers gegen Südosten bilden.
Alle hiesigen Baue lassen sich in Haupt-Reviere abtheilen,
nähmlich in das von lölling und Hüttenberg, welches das süd-
östliche, oder kurzweg das morgenseitige ist, und !n das vom s»-
Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Title
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Subtitle
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Author
- Professor Tunner
- Publisher
- Andreas Leykam'schen Erben
- Location
- Vordernberg
- Date
- 1841
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 18.75 x 29.69 cm
- Pages
- 280
- Keywords
- Bergbau, Bergwerk
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen