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Findet ma« die Erze bloß noch an der Oberfläche in dieser
Oeffnung der Damincrde, und gehen selbe nicht bis an die Gänze
nieder, so ist es ein Beweis, daß der Ausbiß noch weit entfernt ist.
Man geht hierauf nach derselben Linie wieder um einige Klafter
höher hinauf/ und wirft, wie zuvor, eine Rösche auf.
Findet man die Erzstufen »och immer bloß in der Damm-
erde, so geht man wieder auf die nähmliche Art weiter, und wie-
derholt dieses Verfahren so lange, bis man die Erzstufen ziem-
lich nahe, oder gar an der Ganze aufliegend antrifft.
Von hier aus werden die Stufen nicht mehr verlassen, und
die Arbeit geht ohne Sprung, wie im 3. Fall beschrieben wurde,
bis zum Ausbisse fort, welcher in 2 bis höchstens 10 oder 20
Klaftern erreicht wird.
Wenn ein entdeckter Erzstreifen wenigstens zwei Klftr. Breite
hat, so kann man denselben mittels der an der durch gesundes
Augenmaß gefundenen Linie angebrachten Schurföffnungen nicht
leicht verfehlen. Ist aber die Breite des unten gefundenen Erz-
streifens schmäler, wohl gar nur 1 bis 2 Schuh breit, dann ist
es allerdings etwas zweifelhaft, ob man mit den schmalen meh-
rere Klafter von einander entfernten Schnrföfsnungen den Erz-
streifen jederzeit treffen wird.
Wenn also mit einer Schurfoffnimg, unbeachtet daß selbe
bis an die Gänze niedergetrieben wurde, auch bei der strengsten
Untersuchung des herausgehobenen Schuttes dennoch keine Erz-
stufen gefunden werden, so kann, besonders wenn der Erzstreifen
schmal ist, die Vermuthung entstehen, daß der Erzstreifen gänz-
lich verfehlt, und entweder mehr links oder rechts zu treffen
seyn dürfte. /'
Man darf in diesem Falle von dem Schurfloch aus nur links
und rechts 1 bis höchstens 2 Klafter ebensvhlig aus einander rö-
schen, und der Erzstreifen wird ohne Zweifel gefunden werden,
wenn derselbe so weit aufwärts sich erstreckt. Hat man aber mit
der Schurfofsnung bis an die Gänze nieder, auch mit den bei
einem schmalen Erzstreifcn links und rechts angewendeten Röschen
Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Title
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Subtitle
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Author
- Professor Tunner
- Publisher
- Andreas Leykam'schen Erben
- Location
- Vordernberg
- Date
- 1841
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 18.75 x 29.69 cm
- Pages
- 280
- Keywords
- Bergbau, Bergwerk
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen