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unserer Skizze bezeichnen solche Branden, deren hier vier sichtlich
sind, und wovon die unterste durch einen Lchieferleil gegabelt
erscheint.
Die bei 8<M Wiener Fuß über der Meeresflöche erhabene, und
in der Nachbarschaft des über YM> Fuß hohen Golling's (Hoch«
Gailing) gelegene Zintwand ist nach der Luugauer Seite gekehrt,
und in früherer Zeit wurde daselbst wirklich von den Salzbun
geru Bergban getrieben, wovon noch die verfallene Knappenstubc,
der Stoulpunct unserer Etizzc« Ansicht, zu sehen ist. Gegenwär»
tig geht der Bau zwar nur von Seile Stcicrmarks um, wo dem
Gebirge und somit dein Bergbau selbst die Benennung Nenalpe
zukömmt; allein zwei der im Steiermärkischeu angesetzten Stollen,
Mut te r vom Kirchenthal und hohe Himmelskönigin,
sind in die Zinkwand durchschlägig, und gerade dort wurde bei
unserer Anwesenheit auf recht hübschen Anbrüchen von Kupfer-
nickel, Nickelglanz, Glanzkobalt und weißem Speißkobalt, nebst
etwas Fahlcrzen und vielem Arsenikkic«, gearbeitet, wodurch die
auf unserer Skizze in den mittlern mächtigen Branden als schwarze
Flecken erscheinenden Höhlungen entstanden sind; eben so bezeich«
nen die an der Liegendbegränzung dieser Branden ersichtlichen
Flecken durch de» Erzhieb entstandene Rönme, der tiefste Flecken
gehört aber nur einem Schürfstollen an, in welchem jedoch be-
reits Erzspuren vorgekommen seyn sollen, und der dieserwegen
fortzutreiben beabsichtigt wird.
> Schon der erste Blick auf die sogcstaltig in dem bei 8 Klaf-
ter »ächtigen Lager kenntlich gemachten edlen Stellen zeigt »n,
daß die Erze in der Schaarung dieses Lagers mit «idersinnisch
einfallenden Gängen sich vorfinden (von denen uns der erste links
im Bilde als der alte Neualpner Gang, der zweite als
die Si lberkluf t , der dritte als Barbar»<Gang, der vierte
unbebaute aber als »och ohne eigenen Nahmen angegeben wurde),
und in der That sind auch die den meisten Erzen nachgetriebenen
Stollen von der hohen Himmelskönigin und Mutter vom Kirchen«
thal nach den nicht sehr steilen Schaarungskreuzen getrieben wor-
den. Alle diese Gänge und Lager sind auf Seite Neualpe gleich-
falls, nur nicht so deutlich, sichtbar, und überdieß beinahe das
Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Title
- Die steiermärkisch-ständische montanistische Lehranstalt Vordernberg - Ein Jahrbuch für den innerösterreichischen Berg- und Hüttenmann
- Subtitle
- Ihr inneres Streben und Wirken und die derselben zugewandten Unterstütung von außen
- Author
- Professor Tunner
- Publisher
- Andreas Leykam'schen Erben
- Location
- Vordernberg
- Date
- 1841
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 18.75 x 29.69 cm
- Pages
- 280
- Keywords
- Bergbau, Bergwerk
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Universitäten und Institutionen Institutionen