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LIMINA - Grazer theologische Perspektiven
Limina - Grazer theologische Perspektiven, Volume 2:2
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255 | www.limina-graz.eu Karl Farmer | Warum handelspolitischer Protektionismus wieder politikmĂ€chtig und wirtschaftliche Freiheit zum Phantom wurden sellschaftspolitischen Ansichten können Stereotypen unterliegen. Die drei individuellen Zufallsvariablen Einkommen, Offenheit gegenĂŒber Außen- handel und soziale ProgressivitĂ€t können unkorreliert sein, aber folgt man Enkes (2018) kultureller PrĂ€disposition fĂŒr „communal values“, dann ist so- zialer Konservatismus und Außenhandelsablehnung positiv korreliert, wĂ€h- rend zum Einkommen nur geringe Korrelation besteht. In der betrachteten kleinen offenen Volkswirtschaft erfolgt die Identifi- zierung in den drei Dimensionen Einkommen, Bedroht-Sein vom Außen- handel und soziale ProgressivitĂ€t. In der ersten Dimension ist die WĂ€hlerin arm oder reich, in der zweiten freihĂ€ndlerisch oder nationalistisch, in der dritten sozial konservativ oder sozial progressiv, wobei die Grenzen zwi- schen den jeweiligen Paaren historisch gegeben sind. Überdies ist die Zahl der sozial Konservativen wie der Einkommensschwachen in der Mehrheit. Wenn sich ein Individuum ĂŒber die Einkommensklasse identifiziert, dann ist seine Eigengruppe arm oder reich, und so ist seine Fremdgruppe. Analo- ges gilt fĂŒr die Identifikation entlang der Handels- und Kulturdimension. Dabei wĂ€hlt das Individuum eine Dimension des Konflikts, welche die Ge- sellschaft in Eigen- und Fremdgruppen spaltet. Ein WĂ€hler, der sich mit Ein- kommensschwachen identifiziert, betrachtet alle Einkommensstarken als Fremdgruppe, unabhĂ€ngig davon, wie sich diese selbst identifizieren. Ähn- lich betrachtet ein Nationalist alle FreihĂ€ndler und ein sozial Konservativer alle Progressiven als Fremdgruppen. Nach der Theorie der Selbst-Kategori- sierung identifiziert sich ein Individuum entlang jener Dimension, bei der sein Eigengruppen-Konflikt klein im Vergleich zum Intergruppenkonflikt ist. Diese Konzeption von Ähnlichkeit und Identifikation umfasst also zwei Ar- ten von Konflikten: den zwischen dem Individuum und seiner Eigengruppe und den zwischen seiner Eigengruppe und der Fremdgruppe in der gewĂ€hl- ten Dimension. Gennaioli und Tabellini (2018, 14) messen den Konflikt zwischen einem Individuum und seiner Eigengruppe durch den Nutzenverlust, der entsteht, Drei Dimensionen: Einkommen, Bedroht-Sein vom Außenhandel und soziale ProgressivitĂ€t Zwei Arten von Konflikten: einerseits zwischen Individuum und Eigengruppe, andererseits zwischen Eigengruppe und Fremdgruppe
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Limina Grazer theologische Perspektiven, Volume 2:2
Title
Limina
Subtitle
Grazer theologische Perspektiven
Volume
2:2
Editor
Karl Franzens University Graz
Date
2019
Language
German
License
CC BY-NC 4.0
Size
21.4 x 30.1 cm
Pages
267
Categories
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