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Viera Pirker | „#monthoftherosary“. Theologische Rekonstruktion zu einem Instagram Image
Gesichtsfarbe, die Farbe und die Struktur der Haare legen weiĂźe Frauen als
abgebildete Personen nahe. Die Szenerie transportiert insgesamt Ruhe, Ge-
lassenheit, Balance und eine sorgsam erzeugte, doch entspannte Haltung.
Die reflektierende Interpretation unterstützt den Weg zum „sehenden Se-
hen“, sie dient der „Rekonstruktion der formalen Konstruktion“ eines Bil-
des.
Die Planimetrie (Ganzheitsstruktur) ergibt eine Einteilung des Bildes in
rechtwinklige und runde Abschnitte. Einen rechten Winkel bildet die BrĂĽs-
tung der Veranda, die das Bild ziemlich exakt in der Hälfte horizontal zer-
teilt, mit dem tragenden Balken, der Holzwand und dem Wurzelwerk. Ab-
gerundete Formen prägen den Hintergrund durch die hängenden Lampen
und das rechts oben befindliche Blattwerk. Die perspektivische Projektion
zeichnet den Blick bzw. die Perspektive des Kameraauges nach, folgt also
der abbildenden Bildproduzentin und der damit einhergehenden Weltan-
schauung. Der Fluchtpunkt lässt sich aufgrund der Balken leicht konstru-
ieren. Er befindet sich oberhalb der horizontalen, aber beinahe genau in der
vertikalen Bildmitte, auf der Höhe des oberen Kopfrandes der beiden Frau-
en und ziemlich exakt in der Mitte zwischen den beiden Schaukelsesseln,
auf der gegenüberliegenden Wand. Die Kamera befindet sich auf Kopfhöhe
mit den abgebildeten Bildproduzentinnen.
Abb. 4: Szenische Choreografie
Screenshot, iPad; Bildbearbeitung mit Gimp
Die reflektierende Interpretation als Weg zum „sehenden Sehen“
Limina
Grazer theologische Perspektiven, Volume 3:2
- Title
- Limina
- Subtitle
- Grazer theologische Perspektiven
- Volume
- 3:2
- Editor
- Karl Franzens University Graz
- Date
- 2020
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 4.0
- Size
- 21.4 x 30.1 cm
- Pages
- 270
- Categories
- Zeitschriften LIMINA - Grazer theologische Perspektiven