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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 Gottferneaufsichgenommenhat,wirdalsGebeninterpretiert: Jesus lässtseine Göttlichkeitlos,umsiederMenschheitzugeben.DanebengiltdaszweiteGeben: er verliert seinMenschsein (imTod eines auch von denMenschenAusgesto- ßenen) und übergibt es demVater, in dem es aber bewahrt wird. In diesem doppeltenGeben ist er zur Brücke geworden, die beide –Gott undMensch – unlöslich verbindet. Jesus der Verlassene ist an beiden Orten gleichermaßen präsent.IndemersichindoppeltemSinnzu„Nichts“gemachthat,isterMittler: er ist „einMittler, derNichts ist“34. Gerade als solcher aber erweist er sich als wahrerGott: „JesusderVerlasseneistdieNichtigkeitunderistdasWort;eristdas,wasvergeht,und das,wasbleibt,denneristGott-Mensch.AlsMenschisterallesGeschaffeneunddamit dieNichtigkeit allesNichtigen; alsGott ist erdasFeuer, dasalleDinge, dasNichts, in sich verzehrt und es vergöttlicht. Jesus derVerlassene hat allesNichtige in sich auf- genommen.SowurdeallesNichtigeer,under istGott.“35 SolchermaßenvonJesusdemVerlassenenzuredenbedeutet,vonGottalsLiebe zureden.WasGottinderErlösungfürunsgetanhat,istAusdruckseineseigenen Wesens.DieLiebeistgenaudasieselbst,wennsiesichverschenktundindiesem Sinn„nicht ist“: „Jesus der Verlassene ist das Wunder des Zu-Nichts-Machens dessen, was ist. Ein Wunder, das nur versteht,werdie Liebe kennt undweiß, dass inder Liebe alles und nichts zusammenfallen. WennwirdasWORTimVaterbetrachten,denkenwirdasWORTalsNichts(Nichtsder Liebe),umGott alsdenEinendenkenzukönnen. WennwirdenVater imWORTbetrachten,denkenwirdenVateralsNichts(Nichtsder Liebe). JesusderVerlassenebekleidete dasAllesmit demNichts, umdasNichts zunichte zu machenundalldem,wasvergeht, göttlichenBestandzugeben: ,Nichtigundflüchtig, alles istnichtig‘“.36 JesusderVerlassene ist anbeidenOrten–GottundWelt–gleichermaßenprä- sent. SeinEingehen indieWelt bis anderenuntersten „Rand“derGottverlas- senheit ist die objektive Seite der Erlösung, der Glaube daran und damit die Möglichkeit der Begegnungmit ihmmitten in dieserWelt ist die subjektive ErfahrungderErlösung.Erlösung istdasHineingenommen-Sein indasWesen GottesalsLiebe–undgenaudasmeintdieRedevonderTrinität: 34 P49Abs.114. 35 P49Abs.83vom20. Juli. 36 P49Abs.1024–1027. StefanTobler134 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Title
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Subtitle
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Authors
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Editor
Peter G. Kirchschläger
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Location
Wien
Date
2020
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
722
Category
Recht und Politik
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