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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 sondernFragen formuliert.Offensichtlichwurde auf dieseWeise versucht, der Normierung eines Kopftuchverbotes nicht grundsätzlich zu widersprechen. Gleichzeitig wollteman aber darauf hinweisen, dass eine eingehendeKlärung der für die Beurteilung notwendigen Sach- und Rechtsfragen bis dahin noch ausgestanden ist. Da es sich hierbei aber jedenfalls um grundrechtssensible Regelungenhandelt, hatdasGeneralsekretariat derÖsterreichischenBischofs- konferenzdavonabgeraten, solcheVerbote zuerlassen, sofernderen sachliche undrechtlicheLegitimität nicht eindeutig feststehen. 5. Einordnung ImJuni2018habenVertreterderKatholischenundderEvangelischenKirche5, der IsraelitischenReligionsgesellschaft6undder IslamischenGlaubensgemein- schaft inÖsterreich7 ausAnlass desWeltflüchtlingstages eine gemeinsameEr- klärung veröffentlicht. Darin nehmen sie auf die Fluchtbewegungen und die AufnahmevonAsylwerbern imJahr2015 inÖsterreichBezug.Das sichseither veränderndepolitischeKlimainÖsterreichhabendieseReligionsvertreterzum Anlass genommen, aufdieBedeutungderAchtungderMenschenwürde, sowie der Freiheit,Demokratie, Gleichheit undRechtsstaatlichkeit hinzuweisen. Ins- besondere wird die Religionsfreiheit als wesentlicher Faktor für den Frieden hervorgehoben. Sie sei esnämlich, die erst denDialogderKulturen,diewech- selseitige IntegrationunddasHervorbringenvonNeuemimgesellschaftlichen Miteinander ermöglicht.DieAchtung voreinander unddieWertschätzungder jeweils eigenen Identitätwirdals grundlegend fürdie interreligiöseBegegnung erachtet. In diesemSinne lassen sich auchdie StellungnahmenderÖsterreichischen Bischofskonferenz und ihres Generalsekretariats als klares Bekenntnis zur WahrungdieserGrundrechte lesenundindasreligionsübergreifendeAnliegen, der Religionsfreiheit zentrale Bedeutung beizumessen, einordnen. Dahinter stehtoffenbardieAnnahme,dassauchjene,die inKulturenaufgewachsensind, indenen eine entsprechendewechselseitigeAchtungnicht geübtwird, zuTrä- gern des gewünschtenDialogs werden, wenn sie ihn selber als wertschätzend erfahrenhaben. Die Ordinaria für Sozialethik an der UniversitätWien hat dafür wertvolle Beiträgegeleistet, die dieMühenderEbenennicht gescheuthaben.DieÖster- reichischeBischofskonferenzhat versucht,mit IhrenStellungnahmendas Ihre 5 KardinalChristophSchönbornundBischofMichaelBünker. 6 RabbinerSchlomoHofmeister. 7 Präsident IbrahimOlgun. PeterSchipka212 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Title
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Subtitle
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Authors
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Editor
Peter G. Kirchschläger
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Location
Wien
Date
2020
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
722
Category
Recht und Politik
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