Page - 192 - in Michael Beheim's - Buch von den Wienern
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sy reten solhe wüste wart,
der ich uor nie mer hon gehört,
pfuch! pfei! der schänden symlich
zu reden sein unziuüich!
5 Wer sy nit gewest ain kaiserein
vnd sust nur ain armez fröwlein,
sy wer gewest temutig gnug.
sy waz gotuörcht, weis vnd klug,
suptil, gelimp%, gutig,
10 erntreich,-müt vnd gutig.
üol aller tugend waz ir leib,
sy waz ain frum vnd erber weib.
ander frumer weiber ich mit
• irem loben wil schelten nit.
15 kain frummer weib so werde
ich nie erkant auff erde.
Sy schand lasen, uer ruchten wicht 101
all puberei haben geticht,
die nur ain mensch erdenken kan,
20 teten sy irn genaden an.
an ain enden vnd orten,
mit werken vnd auch Worten,
Wart sy uan den schelken gelaczt.
dez ersten, als man dy scherm saczt,
25 da stund vnser fraw kaiserein
mit irn lieben iuncfräwlin uein
vnd gesind all zumale
in irm zimer vnd sale,
Den jungen fürsten iren svn
80 trug sy an irem armen, fun
dem balast und dem selben hauss
sah sy zu ainem uenster auss
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Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Title
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Author
- Th. G. v. Karajan
- Publisher
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Location
- Wien
- Date
- 1462
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.9 x 19.8 cm
- Pages
- 580
- Keywords
- Chronik, Strophenform
- Categories
- Geschichte Vor 1918