Page - 330 - in Michael Beheim's - Buch von den Wienern
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uor den schelken manch ualten ,
Und daz es in wer allen zorn,
sy müsten mainait han geswarn.
ich soll mich nur halten, daz ich
5 in kainen Winkel gieng haimlich
uor den leuten uerpargen,
sa dorfft ich mich nit sargen.5
Graff Iiaug sprach Svelt got, daz dir dy
ualschen schelk etwaz teten hie,
10 sy musten all lassen dy liaupt
vnd irs lebens werden peraupt!'
ich sprach 'trawen, mit nilite,
was hülff mich dy geschürte,
Das sy allsamen keinen für,
15 und ich den leib da durch uerlür?
Aval ains weit ich uerwegen mich,
daz ich lit in der schmeh vnd swich
ain wunden, dy nit sere
meim leben schedlich were,
20 Der wart on daz dy schelk vnd wicht
wurden g'estraffet vnd gericht,
aber werlich sterben darumb,
dauht mich, daz es nit wer mein frummP
der edel graff zu stunde
25 der red lachen begunde.
Also heten sy kain geuend,
sy mähten auch nit machen end
in disem kriegen und zwitrecht.
walt man dy sachen haben siecht,
80 man must hau ander leüte,
wann dise warn für neüte.
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Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Title
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Author
- Th. G. v. Karajan
- Publisher
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Location
- Wien
- Date
- 1462
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.9 x 19.8 cm
- Pages
- 580
- Keywords
- Chronik, Strophenform
- Categories
- Geschichte Vor 1918