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er was aber auff allen uirn
ain rechter jraul und sclielm uil clug!
er waz reich vnd fiel ge\cz genug,
niödit er das haben Jessen,
5 zwar, dem selben truchsessen
Der pfenning nit zerrannen wem!
er torst ir aber nit uer zern,
er lebt in der kn.ten g-eperd,
die tar nit gnug essen der erd,
10 sie uörcht all weg dar jnnen,
daz ir der well zer rinnen.
Also lebt der truchsess da pei.
er ass nur kraut vnd haber prei,
kains flaisch er selten da enpaiss.
15 keswasser, gersten und erwaiss,
die worn übel ^esalczen
und etwen vngeschmalczen.
Dar zu so trank er öpfelmost,
auss dem "wein er par pfenning lost.
20 waz er die woclien het erkargt,
das scluket er dann hin gen margt,
kes, milch, hünr, dar zu eier,
sein ding het selten veier.
Er trat her als ain akerman
25 vnd het zwu rindrin hosen an
vnd ainen groben kitel hert,
der waz wal siben pfenning wert,
vnd ain zerissen kapen
oder gugeln mit lopen.
30 Und ain pauren knecht trat im naucli,
gar selten mer uolks mit jin zauch.
im gsloss fiel «r ain krumpe dirn,
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Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Title
- Michael Beheim's - Buch von den Wienern
- Author
- Th. G. v. Karajan
- Publisher
- P. Rohrmann, K. K. Hofbuchhändler
- Location
- Wien
- Date
- 1462
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.9 x 19.8 cm
- Pages
- 580
- Keywords
- Chronik, Strophenform
- Categories
- Geschichte Vor 1918