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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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6.3 Die verwendetenPapiere und ihreHerkunft sind, wird die Faserschicht dünner; diese dünneren BereichezeichnensichspäteralsWasserzeichen imfer- tigenPapierab.NachdemeigentlichenSchöpfvorgang wird der noch nassePapierbogen von einem zweiten Arbeiter, demGautscher, auf einemFilz abgedrückt. Daher unterscheidet man bei geschöpften Papieren eine Sieb- und eine Filzseite.Während derGautscher gautscht, schöpftderSchöpfermit einemzweitenSieb den nächstenBogen. Die für einen kontinuierlichen Arbeitszyklus erforderlichen zwei Siebe, die imAllge- meinenmit nachMöglichkeit identischenWasserzei- chendrahteinlagen ausgestattet gewesen sein dürften, nenntmanZwillingsschöpfsiebe.NachdemGautschen durchläuft dasPapier diverseweitereVerarbeitungs- schritte, die jedoch für dieWasserzeichenforschung von untergeordneterBedeutung sind. Die für eine Identifizierung vonPapieren herange- zogenenElemente einesWasserzeichens sind: • Schriftzeichen, die denNamen des Papiermeis- ters, der Papiermühle etc. inKlartext oder häu- figer in Initialenwiedergibt oder, wie der in ita- lienischenPapieren derRegionToscolano häufig anzutreffende Schriftzug ‚REAL‘, eineQualitäts- oder Formatangabe beinhaltet. • Diverse graphische Elemente, die innerhalb ei- nerPapiermühle oft überGenerationen ‚gleich‘ bleiben und eineArtMarkenzeichen (u.a. auch zurBezeichnung diverser Papierqualitäten) dar- stellen, die tatsächlich jedochmehr oderweniger geringfügig variieren undwie alle anderenWas- serzeichenelemente selbst bei Zwillingsschöpffor- men– in forensischemSinne–vonFormzuForm unterschiedlich sind. • Stegabdrücke, die ursprünglich nicht als Was- serzeichenelemente im eigentlichen Sinn aufge- fasst wurden, die aber genauso „Fingerprint“- Charakter tragen undwie bewusst angebrachte Wasserzeichen zur Identifizierung beitragen kön- nen. DieDokumentation derWasserzeichen erfolgte zu- nächst durch dieAnfertigung vonDurchzeichnungen aufTransparentpapier.Dabeiwurdendie Stegedurch Striche angedeutet. JedemWasserzeichenwurde eine eindeutigeBezeichnung zugeordnet, die entsprechend denRegeln vonRISM aus den enthaltenen Schrift- zeichen (meist Initialen) sowie einer in eckigenKlam- mernbeigefügten verbalenBeschreibung in englischer Sprachegebildet ist.Dabeiwurden,umdieWiederauf- findbarkeit in derRISM-Datenbank zu gewährleisten, grundsätzlich Initialen und andere Schriftzeichen (so vorhanden) an denAnfang gestellt. Zeilenumbrüche sind durch | gekennzeichnet. Erst imVerlauf dieser Dokumentation wurde erkennbar, dass einige der – insbesondere Lengfeldener –Wasserzeichen in zahl- reichenGrößen- und sonstigenVarianten auftreten, häufigbei gleichbleibenden Initialen.BeiderBeschrei- bungwurden solche streng unterschieden.Geringfügi- geUnterschiede inZwillingsschöpfformen(wiez.B.ge- ringfügigePositionsverschiebungen einzelner Initialen oder anderer Elemente desWasserzeichens) konnten jedoch nicht berücksichtigtwerden. Da mit wachsender Quellendichte eine in exten- so vorgenommeneUnterscheidung derVarianten zu- nehmend als weder praktikabel noch im Sinne von DatierungundProvenienzbestimmungzielführendan- zusehenwar,wurdederRückbezugauf einen in seinen Beschreibungsmöglichkeiten umfassenderen externen Wasserzeichenkatalog unumgänglich.Wir entschlos- sen uns daher zur Anlage einer parallel zu RISM geführten separatenWasserzeichendatenbank.Diese steht seit Frühjahr 2013 imRahmen des internatio- nalen Projektes „Bernstein – The Memory of Pa- per“127 frei zugänglich zurVerfügung undbietet ne- ben den verbalenBeschreibungen sowieAbbildungen derDurchzeichnungenweiterführende Informationen zuPapiermachern,zuHerstellungs-undVerwendungs- daten sowie Literaturnachweise undKonkordanzen einzelner Papieremit denwichtigstenWasserzeichen- sammlungen. Gegenüber dermit derDatenbank gegebenen prin- zipiellenMöglichkeit, dieWasserzeichen über einen numerischen Schlüssel zu identifizieren, wurde für RISMundden vorliegendenKatalog das Systemder verbalenBeschreibungenaufgrundseinerAnschaulich- keit beibehalten. Die Referenznummern (Schlüssel) unsererWasserzeichendatenbankfinden imKatalog keineVerwendung, da die verbalenBeschreibungen 127Neumayr,Eva/LarsE.Laubhold:RISMSalzburg [Wasser- zeichensammlung derRISMArbeitsgruppe Salzburg], 2014 〈URL:www.memoryofpaper.eu〉. 221
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Title
Musik am Dom zu Salzburg
Subtitle
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Authors
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Publisher
Hollitzer Verlag
Location
Wien
Date
2018
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Size
21.0 x 30.2 cm
Pages
432
Category
Kunst und Kultur
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