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Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
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Page - 257 - in Musik am Dom zu Salzburg - Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult

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6.4 Kopisten Wz. 275: HAD [countermark: sun in round cartouche] Abstand Stege: 24–27mm Abmessungen: 19 x 61mm; 45 x 45mm Quelle: A-Sd,A 1538 [ob 1] Wz. 276: AS | C [countermark: 3 crescents] | REAL | Z Alberti, Secondi & Compagni, Luseti, Toscolano- Maderno Abstand Stege: 24,5–30mm Abmessungen: 40 x 37mm; 80 x 87mm Quelle: A-Sd,A 441 [fag] Abb. in: Eisen,Wz. 5B;MH,Fig. 30 Datierungen inA-Sd: 1782 Wz. 278:AFH |M [countermark: savageman in cartouche (crowned, small)] AntonFidelisHofmann (1730–1775;W: 1759–1775), Lengfelden, Salzburg Abstand Stege: 24–25mm Abmessungen: 92 x 16mm; 75 x 45mm Quelle: A-Sd,A 1367 Abb. in: Tyson,Wz. 40; Eisen,Wz. 2C Beschreibung in: Tyson,Wz. 40 Datierungen extern: 1776 (Tyson) Verwendung (ca.): 1759 bis 1785 6.4 Kopisten Spätestens seitWalter Senn 1962 nachweisen konnte, dass die zeitgenössischen AbschriftenMozart’scher Kirchenmusikwerke aus demBestand von Stift Heilig Kreuz zu Augsburg ursprünglich für Aufführungen imSalzburgerDombestimmt gewesen sind139, bildet dieSchreiberforschungeinenwichtigenTeilbereichder musikalischenQuellenforschung inSalzburg,demaber – insbesonderehinsichtlichderMozart-Überlieferung– weitüberden lokal-musikgeschichtlichenHorizonthin- ausgehendeBedeutung zukommt.ManfredHermann Schmid betrachtete die Schreiberfrage als „zentralen Punkt“ seiner Quellenstudien amMusikalienarchiv derErzabtei St. Peter in Salzburg: 139Senn: „DieMozart-Überlieferung“. „Für dieBewertung derKopien vonWer- ken des frühen undmittlerenMozart, die zumTeil heute in der ganzenWelt verstreut sind, steht die Schreiberzuweisung imMit- telpunkt.Gerade dieKopien, die sich heute nichtmehr inSalzburgbefinden– schonMo- zart selbsthatauf seinenReisenzu ihrerVer- streuung beigetragen – erscheinen in neuem Licht,wenndieZuweisunganeinenbestimm- ten SalzburgerKopisten gelingt. Daß solche Zuweisungen auch für die im ganzenDonau- raum verbreitetenMichael-Haydn-Quellen erstrangigeBedeutung haben, bedarf keiner weiterenErläuterung.“140 Mit seinem1970 publiziertenKatalog derMozart- und Haydn-Quellen desMusikarchivs der Erzabtei St. Peter in Salzburg erarbeitete Schmid zugleich auch den ersten systematischenKatalog Salzburger Notenkopisten zwischen 1760 und 1820, der in sei- nenGrundzügen bis heuteBestand hat und seither amMusikarchiv von St. Peter sowie amArchiv der Erzdiözese Salzburg weitergeführt wurde undwird. KonnteSchmidseinerzeit29namentlichbekannteund 93141 namentlich unbekannte Schreiber zählen und war der Schreiberkatalog bis zumBeginn derRISM- Katalogisierung des SalzburgerDommusikarchivs auf über 50 namentlich bekannte und ca. 200 anonyme Schreiber angewachsen, so hat sich das Verzeichnis der Salzburger Notenschreiber im Zuge der RISM- Katalogisierungsarbeiten nochmals ungefähr verdop- pelt. DurchWalter Senns Beobachtungen anhand der AugsburgerMozart-Quellenwurde erstmals inUm- rissen erkennbar, dass in Salzburg eine Reihe von geübtenKopisten „offenbar inGemeinschaft“ arbei- teten, deren Schriften „einen ähnlichenDuktus“142 aufweisen und also so etwaswie eine Schreiberschule ausbildeten.DieseThesewurde insbesondere durch ErnstHintermaiers Forschungen zur SalzburgerHof- kapelle auf archivalisch gesicherten Grund gestellt. Ihm gelang die Identifizierung der von Senn so be- zeichneten SchreiberA,B undCals dieHofschreiber 140Schmid:DieMusikaliensammlung der Erzabtei St. Peter, S. 17. 141SchmidsNummerierung derAnonymi endet beiNummer 96; die Schreiber 7, 30 und 45 konnte er jedoch nochwährend derDrucklegung identifizieren. 142Senn: „DieMozart-Überlieferung“, S. 336. 257
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Musik am Dom zu Salzburg Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Title
Musik am Dom zu Salzburg
Subtitle
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
Authors
Eva Neumayr
Lars E. Laubhold
Ernst Hintermaier
Publisher
Hollitzer Verlag
Location
Wien
Date
2018
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-99012-540-0
Size
21.0 x 30.2 cm
Pages
432
Category
Kunst und Kultur
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