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6 Die SammlungDommusikarchiv
langanhandeinesdatiertenundsigniertenSchreibens
Schitras an das k.k.Kreisamt.231AlsNotenschreiber
für die SalzburgerDommusikwar er offenbar nur in
Ausnahmefällen tätig. Von ihm stammen lediglich
neun Stimmen in vier Materialien des Dommusik-
archivs. Schitra hat aber wie auch Schreiber 67 in
großemUmfangNoten kopiert, die mit Ferdinands
SammlungnachFlorenzgelangten.FürdieSammlung
des Dommusikarchivs ist er vor allem deshalb von
großerBedeutung, weil er imExemplar „Archivium“
desCatalogusMusicalis in großemUmfangNachträge
vorgenommenhat. Schriftprobe→S. 296.
Weindl, Franz de Paula Joseph (1743–1812)
→ S. 368.Weindlwar als Chorregent der Stadtpfarr-
musik u.a. für die Musikalien zuständig und tritt
uns, da um seinenDienstantritt durch dieReformen
HieronymusColloredos bei denStadtpfarrmusikanten
eine Repertoireumstellung auf deutsche Kirchenge-
sänge unumgänglich war, vor allem als Kopist von
deutschenKirchenkompositionen entgegen, darunter
einigen von JohannMichaelHaydn.
Auch für die früheMozart-Überlieferung in Salz-
burg ist er nicht ganz unbedeutend. So war er an
einigen der erhaltenen ältesten SalzburgerAbschrif-
ten derTrinitatis-MesseKV 167 wie auch der bei-
den Tantum-ergo-Kompositionen Mozarts KV 142
undKV197 beteiligt, bei denen jeweils die authenti-
schenKopien verloren sind (→ S. 114). Schriftprobe
→ S. 297.
Weindl, Johann Baptist (ca. 1781–27.11.1839),
war an derHerstellung vonmehr als 120Manuskrip-
ten desDommusikarchivs beteiligt. Zur Biographie
→ S. 369. Schriftprobe→ S. 298.
Weissenbach, JohannCarl (um1640–ca. 1720),
war von August 1662 bis Juli des folgenden Jah-
res Organist an der Stadtpfarre Salzburg. Aus der
Schweiz (vermutlich aus Zug) stammend, hatte er
sich am27.Oktober 1660mit derMatrikelnummer
3310 an der Salzburger Universität inskribiert. In
seinerBewerbung umdieOrganistenstelle der Stadt-
pfarre232 bezeichnete er sich als „SSmaeTh[eo]l[ogi]ae
231AES,Dommusikverein undMozarteum,AT-AES-1.2.AXd
460, Schreiben Schitras vom02.06.1822.
232AES,AktenDompfarre 5/25/15, vom25.August 1662. et SSmiCanonStudiosiHelveti“. AnhanddiesesDo-
kuments (→S. 81) gelang die Identifizierung seiner
Handschrift, diebisdahinunterderSchreibernummer
112a (SchriftprobebeiHintermaier:Katalog (1992),
S. 146) geführtwurde. Im letztenDrittel des 17. Jahr-
hunderts arbeitete er als Schreiber für die Salzburger
Hofkapelle: Er kopierteWerke von Andreas Hofer,
Heinrich IgnazFranzBiber und JohannCasparKerll.
Schriftprobe→ S. 299.
6.4.2 Unbekannte Schreiber
Schreiber 1: →Estlinger (S. 261).
Schreiber 2: um1776233, A 1325.
Schreiber3: um1789234,A378u.A1555.Obwohl
dieser Kopist nur sehr selten im Dommusikarchiv
vorkommt, ist ervonWichtigkeit fürdie früheMozart-
Überlieferung,wieCliffEisenherausgearbeitethat.235
Schreiber 5: wohl letztesDrittel 18. Jh., A 1149.
Schreiber 7: →Rainprechter (S. 268).
Schreiber 8: →Raab (S. 267).
Schreiber 9: →Hacker (S. 262).
Schreiber 10: →Fuetsch (S. 261).
Schreiber 15: →Arthofer (S. 259).
Schreiber 17: um1800?,A 574 u.A 1130.
Schreiber 20: →Hacker (S. 262).
Schreiber 21: →Strobl (St. Peter)
Schreiber 22: →A.Nagnzaun (S. 267).
Schreiber 24: spätes 18. Jh., 3Nachweise.
Schreiber 25: → J.M.Kracher (S. 265).
233Schmid:DieMusikaliensammlung der Erzabtei St. Peter,
S. 27.
234Ebd.
235Eisen: „TheMozarts’ SalzburgCopyists“, S. 271–273.
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Musik am Dom zu Salzburg
Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
- Title
- Musik am Dom zu Salzburg
- Subtitle
- Repertoire und liturgisch gebundene Praxis zwischen hochbarocker Repräsentation und Mozart-Kult
- Authors
- Eva Neumayr
- Lars E. Laubhold
- Ernst Hintermaier
- Publisher
- Hollitzer Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2018
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-99012-540-0
- Size
- 21.0 x 30.2 cm
- Pages
- 432
- Category
- Kunst und Kultur