Page - 209 - in Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur
Image of the Page - 209 -
Text of the Page - 209 -
Der Stellenwert des Parmenser Teatro Farnese in der Geschichte des höfischen Musiktheaters
209
von 1597. »Grandiosa è la Scala«, so rief De Lama aus. Als »äußerst bizarr« wird die
Treppe in einer Quelle von 1628 bezeichnet, und zwar wegen der Komplexität der ge-
samten Anlage bzw. der einzelnen versatzstückartigen Elemente, aus denen sie kom-
poniert ist. Die Ehrentreppe war nach Adorni bereits »einige Jahre vor 1618 fertig-
gestellt«17 und stellt die Parmenser Annäherung an die sogenannte Scala imperiale
dar, die im Zeitalter des Barock weite Verbreitung finden sollte, z. B. durch Balthasar
Neumann (1687–1753) in Würzburg oder Luigi Vanvitelli (1700–1773) in Caserta. In
Parma hat man sich bei der Ehrentreppe erstmals in Italien an der Typologie des kaiser-
lichen Scalone (bzw. spanisch-kaiserlichen Escalera) orientiert.
In ihrer Gestaltung nahm sich Moschino mit ziemlicher Sicherheit die bekannte
Treppenanlage im Escorial zum Vorbild, die von Gian Battista Castello, genannt
17 Adorni 1974, S. 62.
Abbildung 8. Bühnenbild: Logge deliziose nella Reggia di Berecintia, für die gleiche Oper,
Parma, Palast der Biblioteca Palatina oder Comunale.
back to the
book Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur"
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Hof – Oper – Architektur
- Title
- Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
- Subtitle
- Hof – Oper – Architektur
- Authors
- Margret Scharrer
- Heiko Laß
- Editor
- Matthias Müller
- Publisher
- Heidelberg University Publishing
- Date
- 2020
- Language
- German
- License
- CC BY-SA 4.0
- ISBN
- 978-3-947732-36-4
- Size
- 19.3 x 26.0 cm
- Pages
- 618
- Keywords
- Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
- Category
- Kunst und Kultur