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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur
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Page - 511 - in Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa - Hof – Oper – Architektur

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511 »MEISTERSTÜCKE DER ERFINDUNG« UND KONKRETE WIRKLICHKEIT: INSZENIERUNG HERRSCHAFTLICHER RÄUME IM BÜHNENBILD. CARLO GALLI BIBIENAS ENTWÜRFE FÜR BAYREUTH Babette Ball-Krückmann Bühnenbilder waren von Beginn an ein wesentliches Element in der Aufführungspraxis der Opera seria. Zahlreiche Skizzen, Zeichnungen und Ricordi ermöglichen auch heute noch einen guten Einblick in die damalige Situation. Vielfach lassen sich die Entwürfe in die allgemeine Bühnenbildtypologie einreihen. Oft aber ist nicht bekannt, ob und dann um welche konkrete Inszenierung es sich handeln könnte. Anders liegt der Fall bei den Aufführungen, die im Markgräflichen Opernhaus von Bayreuth auf der Bühne gezeigt wurden. Hier war Carlo Galli Bibiena im ersten Jahrzehnt für die gestalterische Seite verantwortlich. Viele seiner Entwürfe konnten inzwischen zusammengetragen und zugeordnet werden.1 Dadurch ist mittlerweile ein recht guter Einblick in die opti- sche Ausgestaltung der Bühnenstücke möglich, was wiederum einen präziseren Blick auf die Wirkung und Aufgabe der Bühnenbilder erlaubt. In manchen Fällen gehen sie nicht nur merklich über das allgemeine typologische Repertoire hinaus, sondern be- ziehen die reale fürstliche Umgebung mit ein. Dadurch wiederum wurde die imaginäre Verbindung zwischen dem mythologischen bzw. historischen Herrscher und Held der Oper sowie dem Fürsten im Bild gegenwärtig. Markgräfin Wilhelmine, das Markgräfliche Opernhaus und Carlo Galli Bibiena Die ersten Auftraggeber, denen Carlo Galli Bibiena gegenüberstand, waren das Mark- grafenpaar Friedrich und Wilhelmine von Bayreuth. Im Vordergrund stand dabei die Markgräfin, in deren Händen seit 1737 die Leitung der Oper lag. Sie war sowohl mit dem Engagement geeigneter Sänger und Musiker befasst als auch an der Auswahl der Opern maßgeblich beteiligt. Für einige schlüpfte sie in die Rolle der Librettistin, womit sie auch direkten Einfluss auf die Bühnengestaltung gewonnen hat. Auch war sie in 1 Vgl. hierzu Ball-Krückmann 2009, S.  241–267, mit ausführlichen Angaben und Literaturverweisen zu den einzelnen Bühnenbildern. Im Anhang findet sich außerdem eine Auflistung sämtlicher Verwand- lungen der Opern, die im Markgräflichen Opernhaus zwischen 1748 und 1756 aufgeführt wurden. Veröffentlicht in: Margret Scharrer, Heiko Laß, Matthias Müller: Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa. Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2019. DOI: https://doi.org/10.17885/heiup.469
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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa Hof – Oper – Architektur
Title
Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Subtitle
Hof – Oper – Architektur
Authors
Margret Scharrer
Heiko Laß
Editor
Matthias Müller
Publisher
Heidelberg University Publishing
Date
2020
Language
German
License
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-3-947732-36-4
Size
19.3 x 26.0 cm
Pages
618
Keywords
Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
Category
Kunst und Kultur
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