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L’Architecture dansante – Tanz, Geometrie und Raum in der höfischen Festkultur
um 1700
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Eine Reihe von weiteren überlieferten Kompositionen macht deutlich, dass in den
französischen Balletten des 17. Jahrhunderts neben den obligatorischen Figuren der
antiken griechischen und römischen Mythologie gerne auch die verschiedenen Künste
als allegorische Figuren eingesetzt wurden. Ein frühes Beispiel findet sich etwa im 1632
aufgeführten Ballet de l’Harmonie, in dem die Fusion der vier Künste des Quadriviums
zu einer Harmonie des Universums thematisiert wird.8 Ausgeschlossen von den septem
artes fehlt die Architektur als eigene Figur hier aber. Offenbar wird sie neben Char-
8 Schon zwanzig Jahre vor Charpentiers Komposition hatten Jean-Baptiste Lully und Isaac de Benserade
im Ballet des Arts 1663 die Künste tanzen lassen (LWV 18). Hier treten auf: l’Agriculture, la Navigation,
l’Orfévrerie, la Peinture, la Chasse, la Chirurgie und la Guerre. Beauchamps 1735, Bd. 3, S. 154. Siehe
ferner Canova-Green 1999a, S. 497 u. 503.
Abbildung 1. Nicolas de Larmessin: Habit d’Architecte aus der Stichserie Les Costumes gro-
tesques, ca. 1695.
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Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Hof – Oper – Architektur
- Title
- Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
- Subtitle
- Hof – Oper – Architektur
- Authors
- Margret Scharrer
- Heiko Laß
- Editor
- Matthias Müller
- Publisher
- Heidelberg University Publishing
- Date
- 2020
- Language
- German
- License
- CC BY-SA 4.0
- ISBN
- 978-3-947732-36-4
- Size
- 19.3 x 26.0 cm
- Pages
- 618
- Keywords
- Kunstgeschichte, Architektur, Oper, art history, architecture, opera
- Category
- Kunst und Kultur