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Niclas Khueperger - (1531 bis 1597)
Page - 105 -
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Page - 105 - in Niclas Khueperger - (1531 bis 1597)

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105 „befreundte“ (=verwandte) und neue Gerhaben, bzw der Richter Wilhelm Khopeindl/Copeindl 565 respektive Mathes Raidlinger/Rädlinger (Handelsmann, zweiter Gemahl der Margarethe, Witwe nach Wolf Urkauff),566 beide aus Steyr, „die dem pupillen vil nuzlicher vnd fürträglicher sein notturfft handeln khündten.“ Die Mutter Anna Marias, Barbara Bischoff, setzte sich resolut zum Vorteil ihres Kindes ein. „Also hat die Frau Bischoffin sich anfangs wol beclagt, wie dem khindt beschwerlichen fall, weil erst vor wenig Jahren etliche, dem Siz Wagrain weit entlegene Vnderthanen durch der Engl vater erkhaufft worden, welche für khain Zuegehörung gehen wagrain Zu halten, das dem khindt sein gebürundter thail, in solchen stukhen entzogen, vnd laut der schäzung dauon abgefertigt werden soll.“567 Sebastian Bischoff scheint eher fanatisch, möglicherweise auch verbittert (wegen der Mautamtsprobleme) in Glaubensaktivitäten involviert gewesen zu sein, ohne Rücksicht auf das Kind, das nun wieder keinen Vater hatte, er mag wohl auch auf die Tüchtigkeit seiner Frau gesetzt haben. Sie stellte etliche Forderungen, kam aber rasch zu einem Vergleich, da beide Onkel gegenüber der vaterlosen Nichte Großzügigkeit zeigten, vor allem David Engl. Barbara Bischoff verlangte auch „auf das khindt Järlich für Claider, cost vnd khindts Zucht ain hundert Gulden, weil den andern Müettern in solchen fälln auch dergleichen Khindts Zucht bewilligt worden,“ und erreichte schließlich wenigstens einen Betrag von 50 fl. Auch Kleinigkeiten, an denen sie vielleicht aus Liebe zu ihrem verstorbenen Mann gehangen sein mag, vergaß sie nicht, wie beispielsweise ein „ Irriges becherl“ vom Silbergeschirr. Der Gerhabe erhielt, „weil dise Gerhabschaft Im anfang etwas vnrichtig vnd müesam gewest, Järlich für sein bemühung ergezlichkeit“ 30 fl.568 Gegen die Einforderung der Herren Engl im Hinblick auf Wappenring, Harnisch, Mannswehr („Manswöhren“), die Stefan aus seines Vaters Nachlass übernommen hatte, machte die Bischoffin keinerlei Einwände. Die im Schloss Wagrain vorhandene Fahrnus solle dort verbleiben, Anna Maria ein Sechstel des Wertes Er war vh mit Maria geb. Waldner. Colomann D. sen., Stadtrichter 1522>25 und 1531, gest. 1552, Sohn des Pangraz D. (gest. 1511) und der Barbara (geb. Medtlin), war vh 1. mit Martha, Witwe des Bartlme Trodl; 2. vh mit Anna, To des Hieronimus Oefferl, Witwe nach Andreas Kölnpeck: Söhne Adam und David; wohnhaft Stadtplatz 15. Er besaß das Radwerk Nr. 5 in Eisenerz. Krenn, Häuserchronik Altstadt Steyr, Nr. 145; S. 185. Zu „Darninger“ siehe auch: Garstenauer, Stadtpfarrkirche Steyr, 88. OÖLA, HA Wagrain, Urkunden 1595> 1600, Sch. 5, Fasc. I, fol 3 und 4`, dat. 4. und 6. Mai 1598; AStL, LR G III / HA Wagrain, Bd 1 Nr. 137, I-24/Hülle 21. Stephans Halbschwester Regina war mit Colomann Dorninger jun. (vm seine erste Gemahlin) vermählt. Preuenhueber, Annales, 185. Davidt D. 1. vh mit Anna geb. Preuenhueber (1578>86), 2. Anna geb. Gutbrodt; auf Haus Stadtplatz 15. Krenn, Häuserchronik Altstadt Steyr, Nr. 145. Rolleder, Steyr, 145. 564 Stefans Bruder David Engl hatte Eva Urkauff, dieTochter des Stadtrichters (ab 1577) und Bgms von Steyr (1584>1586), Wolf Urkauff / Urkhauff (1585 Bgm: AStL, LR B XI 1/130) und der Margarethe geb. Preuenhueber, zur Gemahlin. Studium in Wittenberg, verhandelte 1577 als Vertreter der Städte mit Ks Rudolf II. um die Freiheit des evangel. Glaubens. [Schautafel Evangel. Museum Rutzenmoos] Wolf besaß von 1573 >1588 das Haus Stadtplatz Nr. 30/Berggasse 45 (1.000 fl), wurde als Handelsmann (Nägel, Sicheln) und Gastgeb bezeichnet. Wolf Urkauff verstarb 1588, worauf seine Witwe Matthias Rädlinger, Handelsmann (Getreide) und Gastgeb, heiratete (erw 1588>1598). Wolfs Epitaph zeigt ihn zweimal, im oberen Feld mit dem Erlöser und dem Tod, im 2. mit seiner gesamten Familie (1588), entsprechend dem damaligen Wunsch des Zusammenführens der Familie im Tode auch in der Grabskulptur. Das Epitaph befindet sich in der Vorhalle an der Kirchenwand der Steyrer Stadtpfarrkirche. Vm sein Sohn, Mattäus Urkauff verstarb 1627. Preuenhueber, Annales, 306. Die Urkauff erhielten 1555 einen Wappenbrief (Hieronymus Urkhauff). OÖLA, Schlüsselbergerarchiv, 56, fol.364. AK Adel im Wandel, 387. In der Emigrantenliste von 1628 scheint ebenfalls der Name Urkauff auf. Neumann, Steyr, 38. 565 Neumann, Steyr, 74. Am 26. Dez. 1604 gemeinsam mit dem Bgm C. Dorninger wieder im Amt bestätigt. 566 Mathias Rädlinger und Christof Stainer waren Gerhaben der mj Erben Matheus Urkhauffs . 4.000 fl waren bei der Stadt Linz angelegt. AStL, Stadtkammer-Rechnungen, 1600, Hs 53, pag. 19, 5. April. 567 OÖLA, HA Wagrain, Sch. 5, Urkunden 1569>1600, Fasc. I, fol. 3ff. 568 Ebd., fol. 3´, 4´.
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Niclas Khueperger (1531 bis 1597)
Bürgermeister der Stadt Linz zur Zeit der Reformation und Gegenreformation
Title
Niclas Khueperger
Subtitle
(1531 bis 1597)
Author
Hanna und Herbert Schäffer
Publisher
Eigenverlag
Location
Linz
Date
2013/2015
Language
German
License
PD
Size
21.0 x 29.0 cm
Pages
162
Category
Geographie, Land und Leute
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