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Niclas Khueperger - (1531 bis 1597)
Page - 109 -
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Page - 109 - in Niclas Khueperger - (1531 bis 1597)

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109 jedenfalls offensichtlich lange vor der Erhebung zum Edelsitz. Ende des 12. Jhs war es vor allem in Hofmarken und Klöstern zur Errichtung eigener Brauhäuser gekommen, wobei die Untertanen statt des (bis dahin selbst gebrauten) Bieres die Rohmaterialien (Hafer und ev. auch Hopfen) in natura lieferten.585 In den Städten und Märkten folgten erst später eigene Brauereien.586 In einem in Abschrift erhaltenen Schreiben aus dem Schlossarchiv Hagen erwähnt Nemrod Kölnböck das ihm zugesandte Bier: „Dem Proi vnd sayn geselln all vil thanck fuer das gar guett nach walse verschickhet pir. Der Frawe Pischoffin demudigest und hofentliches confirmirn der freydt, so sy ein pirfreindt gemachet. Mein gemahel wirdt der fraw ein guet brandtdrunckh von walse mit dem schyff zuer Hagen Walse schyffmill aufbrinngen laßn, zur ergezlichkhait. Ein guett laib brauchet ein guett drunckh darein“.587 Die Brauerei im Hagen war noch im 19. Jh eine der größten des Landes OÖ. 588 Laut dem Verzeichnis des Bräuvereines von 1795/97 zählte das Gebiet der heutigen Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung 589 30 Brauereien in 25 Ortschaften, davon standen 12 im Betrieb von weltlichen Herrschaften, zB im Landgut Hagen. 1672 ersuchten die Mälzer und Bierbrauer von Oberneukirchen um eine neue Handwerksordnung. Es sollten keine neuen Brauhäuser mehr zugelassen werden und den Müllern, Hauern und Bauern sollte das Brauen gänzlich verboten werden. Die Brauerei im Hagen „verfueret“ 1582 „an die 5.000 emer pirs, ain jedr zue 1 fl zemeistn Lintz zue“.590 Unter Braumeister Max Aichperger gab es 1728 einen Ausstoß von 2.000 Eimern Bier, 1795 waren es 4.734 Eimer (1 Eimer = 56,589 Liter). Die gut gehende Brauerei Hagen wurde 1906, durch Robert Weingärtner jun. als Folge seiner Einheirat in die Braumeisterfamilie Poschacher, stillgelegt.591 In einem Brief vom 4. April 1604 spricht Kölnböck eine Einladung für Familie Bischoff nach Niederwallsee aus: „Mein gemachel vnd Ich verhofen gar starckh, das iro liebden am sundag nach dem besagt dag mit dero frawen dochter gen walse khumben megen vnd an den ergezlichkheiten aldort erfreyen wellen. mein gemachel wirdt iro Liebden ein stuebl richten und ein gutschi halten, sodas iro libden gen Sundlburg oder andre orth ze farn vermegen.“592 Anfang 1610 hielt sich Sebastian Bischoff wieder in OÖ auf, trat als Taufpate in Erscheinung (s.u.).593 Was den sicher im Hagen tätigen „Bediensteten-Stab“ betrifft, wurde 1580/1581 Stephan Mair im Haggn als „Mair im Hag“ erwähnt, dessen Tochter Maria am 16. Dezember 1581 geboren wurde.594 585 Am 8. März 1492 scheint Gottschalch Moss, hopfkauffer auf: OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 7. 586 Internet, http://www.sallach-online.de/sallachreindl_kapitel_7.html ; OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 7. 587 OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 6. 588 Ziegler, Urfahr, 55. Schäffer, Brauhaus Hagen, Manuskript. Lackner/Stadler, Fabriken, 269 ff, 575, 584. 589 AStL, Bohdanovicz, Zeitungssammlung, L 387: BH Urfahr Amtswirksamkeit ab 1. Okt. 1903. 590 OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 4. 591 Schäffer, GHft Hagen, Bd II (Ms); und Schäffer, Die Patrizierfamilie Weingärtner ( Ms). Sperl, Brauereien, 318 ff. Reder, PI 19. März 2001. Adler Hubert, Die Bierstadt Linz und ihre „Linzer Brauerei“, 40. 592 OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 6. Laut Genealogienotizen im OÖLA, OÖLA, Schlüsselbergerarchiv 5/6, Streun, Manuscr. Genealog., fol. 42) und Hoheneck, I, 522 hatte Nemrod, geb. 1567, 1590 mit Frl. Salomee von Sintzendorf eine prunkvolle Hochzeit gefeiert. Das Paar hatte acht Söhne und zwei Töchter. 593 AStL, ELM. 594 Steininger, PI, PA 29. September 1998. AStL, ELM.
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Niclas Khueperger (1531 bis 1597)
BĂĽrgermeister der Stadt Linz zur Zeit der Reformation und Gegenreformation
Title
Niclas Khueperger
Subtitle
(1531 bis 1597)
Author
Hanna und Herbert Schäffer
Publisher
Eigenverlag
Location
Linz
Date
2013/2015
Language
German
License
PD
Size
21.0 x 29.0 cm
Pages
162
Category
Geographie, Land und Leute
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