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Niclas Khueperger - (1531 bis 1597)
Page - 111 -
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Page - 111 - in Niclas Khueperger - (1531 bis 1597)

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111 Am 21. Oktober 1612 bis 1615 übte Thomas Herhakher den Posten des Meiers im Hagen aus.606 Wolfgang Stauffenbühl trat als Schreiber und Chronist in Erscheinung. Herrschaftsbeamte waren, wie der Amtmann, Dienst-, Steuer- und Robot- frei. Die Pfleger wechselten meist relativ rasch und verbrachten oft nur kurze Zeit in der Verwaltung einer Herrschaft. Unter den großen Adelsgeschlechtern, wie Salburg- Clam und Starhemberg wurde der Hagen von der zentralen Hofkanzlei des Stammsitzes aus betreut. 607 Daneben gab es noch zahlreiche Tagwerker, Handwerker, Schiffsknechte etc, die ebenfalls angestellt oder nur dort wohnhaft gewesen sein dürften.608 Das Privat- und Geschäftsleben der Barbara Bischoff vom Haggen wird vor allem durch Angaben in den Linzer Regesten und im ehemaligen Schlossarchiv Hagen beleuchtet. Barbara Bischoff trachtete, die Geschichte ihres Schlosses zu dokumentieren und beauftragte ihren Schreiber Wolff Stauffenbühl mit der Abfassung einer Chronik über die Herrschaft, die dieser mit Hilfe des im Schlossarchiv Hagen vorhandenen Urkunden- und Schriftenmaterials erstellte und bis zu ihrem Tode 1617 weiterführte: „Zuer hanndt gebracht glaubwierdig historiae, briefflich vrkhundt vndt vorhanndten monumenti mit sunndten Vleiss Zuesamentragen durch mi Egidien Stauffenbuell.“609 Möglicherweise war der erwähnte Egidius Stauffenbühl der Vater des Wolff. Die Anmerkung „endt Haggen Chronica II von W. Stauffenbuel mit dem endt des 1617. jar ferttig auffgeschribt vnd bundtn“ verrät, dass es damals bereits zwei Chronikbände gab.610 Die Bischoffisch-Stauffenbühlische Chronik wurde später ergänzt und unter Freiherr Nicklas von Clam, bis 1748 weitergeführt.611 Ende 1617 mag aufgrund des Todes der Barbara Bischoff zumindest Stauffenbuels Tätigkeit als Chronist geendet haben, während er die Verwaltungsgeschäfte weitergeführt haben könnte. Dies wäre ua aus der Bemerkung zu erschließen, dass Wolf Stauffenbüel, als Graf Tillischer Pfleger, am 17. September und 21. Oktober 1630 die Verordneten um Abrechnungsbewilligung wegen der „Bischoffischen gefell“ ersuchte. Die Verordneten bewilligten, dass er die aus den Jahren 1628 und 1629 herrührenden Bischofischen Ausstände von den Stihenborkhischen Zinsen abziehe und einbehalte.612 Möglicherweise führte er während der Militärdienst- bedingten Abwesenheitszeiten des Jobst Thomas Schmidtauer und der Emigration von dessen Vater Jobst dJ die Verwaltung der (damals noch zahlreichen) Bischoffischen Güter weiter. Zu Stauffenbühl sei noch vermerkt: Den Vorfahren Stauffenbühls hatte am 31. Oktober 1530 Kaiser Karl V. zu Augsburg ein Wappen verliehen, welches am 27. November 1629 durch Kaiser Ferdinand II. eine Besserung erfuhr, nämlich statt des Stechhelmes einen Turnierhelm: Zu letzterem Zeitpunkt wurde Wolff Stauffenbühl als 606 AStL, ELM. Taufe des Sohnes Simon Herhakher. 607 Wilflingseder, Lustenfelden, 99. Wilflingseder, Steyreck, 131 ff Schäffer, GHft Hagen, Bd II (Ms). 608 Schäffer, GHft Hagen, Bd III, Dorf Hagen (Ms). 609 OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 8. 610 OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 1. 611 Schäffer, GHft Hagen, Bd II, Clam (Ms). 612 OÖLA, LA, Ständ. Archiv, BeschProt 1630, Hs 208, fol. 219´, 234`.
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Niclas Khueperger (1531 bis 1597)
Bürgermeister der Stadt Linz zur Zeit der Reformation und Gegenreformation
Title
Niclas Khueperger
Subtitle
(1531 bis 1597)
Author
Hanna und Herbert Schäffer
Publisher
Eigenverlag
Location
Linz
Date
2013/2015
Language
German
License
PD
Size
21.0 x 29.0 cm
Pages
162
Category
Geographie, Land und Leute
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