Page - 134 - in Niclas Khueperger - (1531 bis 1597)
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Niclas Khueperger scheint bei seinen Besitzerwerbungen zu Unrecht unter falschen
Verdacht geraten zu sein. Er soll laut dem vermutlich zumindest partiell
ungerechtfertigten Vorwurf der Stände einen Scheinkauf und unzulässigen Kontrakt
Lustenfelden betreffend, mit Joachim Stängl abgeschlossen haben und ähnliche
Vorgangsweisen träfen auch auf andere Landgüter wie den „Haggenhoff“ zu.
Offensichtlich hatte es bezüglich des Erwerbs von Lustenfelden über Joachim Stängl
gewisse Unklarheiten bzw Ungereimtheiten gegeben. Möglicherweise aber basierte
auch dieser Besitzerwechsel auf einem Vorkaufsvertrag wie im Hagen. 707
Als am 12. März 1582 erneut Zweifel laut wurden, fiel die Äußerung, dass, wäre
Niclas Khueperger wie mit dem „Haggenhoff“ und anderen Landgütern bei seiner
„Vocation legitime“ verblieben, hätte das kaiserliche Kammergut viel Nutzen
gehabt.708 Für den Kauf des Hagenhofes existierte nämlich laut kaiserlicher
Bestätigung und Urkundenliste des Schlossarchivs Hagen ein Vertrag: Am 7. Juli
1582 befahl folglich Kaiser Rudolf II. endgĂĽltig, dass es bezĂĽglich des Verkaufes des
„Hagger-Hofes“ beim Vertrag bleiben solle.709 Es handelte sich dabei gewiss um den
im Schlossarchiv Hagen aufgelegenen, mit Christoph Häckhl von Lustenfelden
rechtmäßig abgeschlossenen „Fuerkhauffsbrieff“ dat. 14. Februar 1576.710 Die
abschlieĂźende Akzeptanz scheint sich somit ĂĽber fĂĽnf Jahre hingezogen zu haben.
Gleichsam ĂĽbereinstimmend dazu erhielten fĂĽr die Zeit von 1578 bis 1582 der Meier
im Hagen, Stephan Mair, und der Präfekt im Bräuhaus, Wolff Rettl, für
Sonderdienste 5 fl und je einen Eimer Bier.711 Khueperger dĂĽrfte demnach den
Hagen nach Häckhls Tod übernommen und die beiden Untertanen in der Zeit des
Überganges - bis möglicherweise zur endgültigen grundbücherlichen
Zuschreibung, welche offensichtlich aufgrund der vorgebrachten Einwände bis zur
folgenden Vertragsvorlage und Bearbeitung hinausgezögert wurde - Meierhof und
Bräuhaus verwaltet haben. In den Zeitabschnitt vom 6. März 1580 bis 15. Mai 1586
fällt die Nennung von sechs Untertanen im Hagen.712
Linz mit Hagen (gelb markiert) 1614; Wacha Georg, Linz auf einem NĂĽrnberger Kalender fĂĽr M.DC.XIIII.
(Ausschnitt); HistJbL 1985, 505ff, PA Wacha
707
AStL, LR B II K 1, 50/353. OĂ–LMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 3, Nr. 43.
708
AStL, LR B II K 1, 50/353.
709
AStL, LR C I /197.
710
OĂ–LMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 3, Nr. 43, Lade 4, Mappe 1.
711
OÖLMBibl, Ehem. SA Hagen, As fol. 4. Steininger, PI, PA 29. September 1998: 6. März 1580 Stephan Mair
im Haggn, Mair im Hag, Quittung über 10 fl. Schäffer, GHft Hagen/Inhaber, Bd I, Khueperger (Ms).
712
Steininger, PI, PA 29. September 1998. Schäffer, GHft Hagen/Inhaber, Bd I, Khueperger (Ms) ; Bd III, Dorf
Hagen (Ms).
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Niclas Khueperger
(1531 bis 1597)
BĂĽrgermeister der Stadt Linz zur Zeit der Reformation und Gegenreformation
- Title
- Niclas Khueperger
- Subtitle
- (1531 bis 1597)
- Author
- Hanna und Herbert Schäffer
- Publisher
- Eigenverlag
- Location
- Linz
- Date
- 2013/2015
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 21.0 x 29.0 cm
- Pages
- 162
- Category
- Geographie, Land und Leute