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Fischer | F 827
„Trutzepink“, eine in den 1940er Jahren vollendete Märchenoper, war ein singuläres Spät-
werk, welches jedoch weder gedruckt noch aufgeführt wurde. Daneben Betätigung als Es-
sayistin und Kritikerin, sowie Vereinstätigkeit.
Ausz.: 1952 Titel „Professor“ in Anerkennung ihres Wirkens als Komponistin und Musik-
pädagogin; ab 1917 1. Schriftführerin des „Österreichischen Musikpädagogenvereins“, 1956
Leitung des „Clubs Wiener Musikerinnen“ (1939 Auflösung aus politischen Gründen mit-
initiiert, Reaktivierung 1947).
Qu.: Teilnachlass: Gesellschaft der Musikfreunde Wien.
L.: Gruber 1990, Marx/Haas 2001
Fischer Gisela, verh. Danner; Sängerin
Geb. Wien, 1891
Gest. ?
LebenspartnerInnen, Kinder: 1901 Heirat mit Viktor Senger.
Laufbahn: Kam nach Engagements an verschiedenen Bühnen Deutschlands 1894 ans Adolf
Ernst-Theater in Berlin und 1895 an das Friedrich Wilhelmstädtsche Theater. 1896 Mitglied
des Lindentheaters in Berlin, 1897 am Dresdner Residenztheater. Danach wiederum ein
Jahr in Berlin. 1900 Debüt in München, bis 1933 gefeiertes Mitglied des Gärtnertheaters in
München; sie war Münchens erste „Lustige Witwe“.
„Sie bietet eine glückliche Amalgamierung von fast ungebändigter Kraft und sympathischer
Weiblichkeit, ungeschminkter Urwüchsigkeit und innerlichem Empfinden. Sie hat echtes
Soubrettenblut in sich, ist liebenswürdig, pikant, einschmeichelnd in ihrer Darstellungswei-
se, erfreut durch den hübschen gesanglichen Vortrag, hat Temperament und kann übermütig
und drollig sein. Ihre Darbietungen, die auch reichlich Gemüt verraten, haben dem Publi-
kum schon so manche frohe vergnügte Stunde bereitet [ … ].“ (Eisenberg 1903)
L.: Eisenberg 1903, Kosch 1953, Morgenstern 2009, Sigilla veri 1929
Fischer Golda, Golda Joslyn; Ärztin und Schriftstellerin
Geb. Polen, 28. 3. 1913
Gest. San Francisco, Kalifornien, USA, 6. 8. 1992
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Joel Fischer; Mutter: Esther Srzelisker.
LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Maynard Alexander Joslyn (1904 –1985), Le-
bensmitteltechniker.
Ausbildungen: Studierte an der Universität Wien, University of South Wales und Cardiff,
1943 M. D. Berkeley.
Laufbahn: Lebte ab 1940 in den USA, forschte 1944 am Babies’ Hospital in Philadelphia
und 1945 am Queens General Hospital in New York. Ab 1945 am Children’s Hospital und
ab 1947 am Berkeley General Hospital in Francisco Bay tätig, 1946 bis 1948 Mitglied der
Maternal and Child Welfare Clinic, ab 1960 Kinderärztin am Alameda County Hospital,
führte eine Privatpraxis, verfasste Beiträge für jüdische und medizinische Zeitschriften.
Mitglsch.: Mitglied der Hadassah, korrespondierendes Mitglied der Israelitischen Ärzte-
vereinigung.
L.: Gold 1971, ÖNB 2002
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika