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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
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F | Fischer-Dückelmann836 Dichtkunst. Nach ihrer Heirat nicht mehr im Schuldienst tätig, aber weiterhin als Komponis- tin aktiv, insbesondere Kinderopern, Kinderlieder und Werke volkstümlicher Art. L.: Gruber 1990, Marx /Haas 2001, Linzer Stadtführerin, http://www.nachrichten.at/landsleute/ Fischer-Dückelmann Anna, geb. Dückelmann; Ärztin und Fachschriftstellerin Geb. Tragwein, NÖ, 5. 7. 1856 Gest. Ascona, Italien, 5. 11. 1917 Herkunft, Verwandtschaften: Tochter des k. u. k. Oberstabsarztes Dr.med. Friedrich Dü- ckelmann. F.-D. entstammt einer Familie, in der die Vorfahren mütterlicherseits und väter- licherseits seit Generationen Ärzte waren. Der Erbe des Familiengutes der Dückelmanns, auf dem auch A. F.-D. aufwuchs, in der Regel der älteste Sohn, war gleichzeitig der Arzt des Dorfes. In Wien, wo A. F.-D. ihre Jugendzeit verbrachte, lernte sie Arnold Fischer kennen, mit dem sie ihre oppositionelle Haltung gegenüber der luxuriösen Lebensweise der Offi- zierskreise teilte. LebenspartnerInnen, Kinder: 1876 in Graz Heirat mit dem Philosophen Arnold Fischer, Mutter von 3 Kindern. Nachdem sie ihn ohne Einwilligung der Eltern geheiratet hatte, zog sie mit ihrem Mann nach Frankfurt, wo Arnold Fischer als Redakteur beim „Frankfurter Tageblatt“ arbeitete. Ausbildungen: Erst im Alter von 34 Jahren, als Mutter von drei Kindern, zog A. F.-D. mit der ganzen Familie nach Zürich, um dort Medizin zu studieren. 1896 promovierte sie in Zürich mit der Dissertation „Die vom April 1888 bis Januar 1895 in der Zürcher Frauenkli- nik beobachteten Fälle von Puerperalfieber“. Entscheidend für diesen späten Entschluss soll die anfällige Gesundheit und berufliche Erfolglosigkeit ihres Mannes gewesen sein. Laufbahn: 1896 war sie Assistenzärztin in der Bilz’schen Naturheilanstalt in Radebeul, im Oktober deselben Jahres eröffnete sie eine Praxis in Dresden. Führte von 1897–1914 eine Praxis als Frauen- und Kinderärztin in Dresden-Loschwitz. Bekannt wurde sie durch eine Reihe populärer medizinischer Werke. 1901 erscheint erstmalig „Die Frau als Hausärztin  – ein ärztliches Nachschlagebuch für die Frau“, das „goldene Familienbuch“ gab umfassenden Rat in allen Fragen des weiblichen Lebens: Körper, Geist, Lebensweise, Moral und auch Ta- buthemen wie Ehebruch, sexuelle Verweigerung und Homosexualität wurden angesprochen. Bis zum Jahr 1954 erschienen mehr als 1,4 Millionen Ausgaben. Sie setzte sich sehr dafür ein, dass Frauen den ärztlichen Beruf ergreifen sollten, und kritisierte stark das Verhalten der Ärzte gegenüber ihren Patientinnen. Als Aufgabe der weiblichen Ärzte sah sie es, ähnlich der der Krankenschwestern, „das volle Vertrauen der Patienten zu gewinnen, indem sie sich auf ihn einstellen, ihm Sonne und Frohsinn entgegenbringen“. Sie war eine Verfechterin der Naturheilkunde und der Lebensreform. In ihrem Privatleben führte sie ein großes Haus, in dem viele Künstler und Wissenschafter verkehrten, die sich von dem Klavierspiel der talen- tierten Pianistin unterhalten ließen. In ihrem Beruf eine frühe Verfechterin einer gesunden Ernährung, die erste Verkünderin der Diät, war sie selbst eine strenge Vegetarierin. 1913 erwarb sie ein Grundstück auf dem Monte Veritá bei Ascona, wo 1902 eine „Naturheilan- stalt auf freigenossenschaftlicher Grundlage“ gegründet worden war. Hier wollte sie nach dem Krieg ein Sanatorium errichten. Doch schon im Alter von 61 Jahren starb sie 1917 in Ascona. Ihre bereits begonnenen Bücher „Seelenleiden der Frau in Liebe und Ehe“ und
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
biografiA.
Subtitle
Lexikon österreichischer Frauen
Volume
1, A – H
Editor
Ilse Korotin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1422
Category
Lexika
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