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Franchetti | F 877
kannten Leukämie starb. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begann A. F.-H. bereits
im Sommer 1945 mit dem Aufbau einer Humusstation für die Umwandlung von Stadtmüll
bei Budapest und entwickelte die ersten Impfziegel für die Kompostierung. 1947 kehrte sie
nach Österreich zurück. Das bedeutende Werk „Die letzte Chance
– für eine Zukunft ohne
Not“ (1950) ist das Ergebnis ihrer 40-jährigen Forscherarbeit. Albert Einstein bewunderte
dieses Werk und sprach ihm einen dauernden Platz in der Weltliteratur zu. Als Folge dieses
Buches wurde sie 1952 an die Universität von Mexico-City berufen und leitete dort neun
Jahre als Staatsbeauftragte im Ministerrang das Institut für Bodenverbesserung und Frucht-
barkeitssteigerung. Ihre Mexiko-Erfahrung mit völlig neuen Ansätzen für erfolgreiche Bo-
denverbesserung fasst sie in „Humus, Bodenleben und Fruchtbarkeit“ (1957) zusammen.
Nach ihrer Rückkehr aus Mexiko (1960) zog sie wieder nach Salzburg. Im Laufe ihres
Lebens schrieb sie 47 Bücher, rund 5000 Beiträge in der deutschsprachigen Presse und hielt
über 500 Vorträge und Vorlesungen einschließlich in Rundfunksendungen.
W.: „Die Kette. Sonette. Erotische Bilder aus Jahrtausenden“ (1912), „Land der Schatten“
(1913), „Rasse“ (1919), „Feuerseelen. Phantastischer Roman“ (1921), „Das Goldtier. Ge-
schichte eines Dämons“ (1922), „Kleinleben des Waldes“ (1923), „Die Tragödie des Paracel-
sus. Ein Jahrtausend deutschen Leides“ (1924), „Reise nach Punien“ (1926), „Der Irrweg der
Entwicklung“ (1926), „Die Liebeswelt der Tiere“ (1927), „Insel der Götter. Wanderungen
durch Ceylon“ (1930), „Der Wunderbaum. Können Pflanzen ‚denken‘?“ (1937), „Sehnsucht
nach dem Süden“ (1938), „Der Hof im Moor. Bauernroman“ (1939), „Und eines Tages“
(1940), „So war’s um neunzehnhundert. Mein Fin de siècle“ (1962)
L.: Geißler 1913, Giebisch/Pichler/Vansca 1948, Schmid-Bortenschlager/Schnedl-Bu-
benicek 1982, http://pagesperso-orange.fr/france.pierre/
Franchetti Fortunata, verh. Walzel; Sängerin
Geb. Wien, 12. 5. 1801
Gest. Wien, 7. 4. 1876
Laufbahn: Trat zuerst in Prag auf, wurde aber 1825 an die deutsche und italienische Oper
in Wien verpflichtet. War 1829 in Magdeburg tätig, daraufhin in Leipzig, 1832 in Braun-
schweig, 1836 – 43 wieder in Leipzig, dann in Kiew. Wurde neben ihrer enormen Gesangs-
technik vor allem wegen ihrer Darstellungsgabe gerühmt.
L.: ADB, Eisenberg 1903, Katalog der Portrait-Sammlung 1892 (Gruppe IVc), ÖBL
Francillo-Kaufmann Hedwig, Hedwig de Sanza Gunnararenz; Sängerin
Geb. Wien, 30. 9. 1879
Gest. Rio de Janeiro, Brasilien, 26. 4. 1948
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter eines österreichischen Staatsbeamten.
LebenspartnerInnen, Kinder: War mit einem brasilianischen Honorarkonsul verheiratet.
Ausbildungen: Gesangsausbildung in Wien und Dresden, unter anderem bei Franzi Müller.
Laufbahn: H. F.-K. debütierte in der Saison 1898/99 am Stadttheater Stettin, sang 1899 bis
1902 am Hoftheater Wiesbaden und in der darauf folgenden Saison, 1902/03, am Hofthea-
ter München. Von 1903 bis 1908 trat sie in Berlin an der dortigen Hofoper und der Komi-
schen Oper auf und war von 1908 bis 1912 an der Wiener Hofoper engagiert. Von 1912 bis
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika