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Frank880
Ausbildungen: 1919 privater Musik- und Schauspielunterricht in Wien, studierte an der
Wiener Musikhochschule, zuerst als Pianistin, anschließend Schauspielunterricht.
Laufbahn: Debütierte 1919 am Stadttheater Bielitz. 1920/21 am Stadttheater Hirschberg.
In Brünn und Prag engagiert, 1922/1923 Vereinigte Theater Breslau. 1925 bis 1928 am
Schauspielhaus Düsseldorf. 1928 bis 1931 Mitglied der KPD. 1930 bis 1932 Mitglied der
„Truppe im Westen“. Am 28. 2. 1933 durch die Gestapo verhaftet. 1933 Emigration in die
CSR. Gastauftritte am Neuen Deutschen Theater Prag. Schauspielerin und Regisseurin bei
Arbeitertheatergruppen. Im Auftrag der KPD Ansprechpartnerin für emigrierte Schauspie-
ler. Mitarbeiterin der „Prager Deutschen Sendung“. 1935 Mitinitiatorin des „Hans-Otto-
Klubs“ Prag. 1935 Mitbegründerin einer Parteizelle der KSC am Neuen Deutschen Theater.
Ging im selben Jahr mit ihrem Mann in die UdSSR. Schauspielerin am Deutschen Gebiets-
theater Dnepropetrowsk, nach Schließung des Theaters an das Staatstheater in Engels. 1937
Rückkehr in die CSR. 1938 Gastspiele und Regietätigkeiten. 1938/39 organisierte sie Un-
tergrundverbindungen nach Polen. 1939 Emigration nach Großbritannien. 1939 bis 1948
Film- und Theatertätigkeit in England. Auftritte im österreichischen Emigrantenkabarett
„Das Laterndl“ in London. Schauspielerin an den Westend-Theatern. Rundfunksprecherin
bei der BBC. 1948 Rückkehr nach Deutschland. 1948 bis 1963 am Deutschen Theater und
in den Kammerspielen Ostberlins. Hielt zahlreiche Lesungen. In Rollen älterer Damen
zeigt sich F. auch in einigen Produktionen der DEFA und des DFF. Hervorzuheben wären
u. a. die Stine Matzke im Lustspiel „Hexen“ (1954), die Jüdin Riba Mendelsohn im Fernseh-
spiel „Mutter Riba“ (1956) oder die Mrs. Turner in dem Stück „Die Geier der Helen Turner“,
einer Fernsehproduktion aus dem Jahre 1959.
L.: Trapp/Mittenzwei 1999, http://www.defa-sternstunden.de/
Frank Cäcilie; Pianistin
Geb. Wien, 18. 10. 1851
Gest. ?
Ausbildungen: Absolventin des Wiener Konservatoriums.
Laufbahn: War als Klaviervirtuosin und Lehrerin tätig, unternahm zahlreiche Konzertreisen
und eine Tournee mit dem Florentiner Quartett. Wurde Professorin für Musik.
L.: Eisenberg 1891, Jansa 1911
Frank Eugenie, geb. Oppenheim; Vereinsfunktionärin
Geb. Wien, 22. 1. 1871
Gest. Wien, 31. 12. 1933
Herkunft, Verwandtschaften: Die Tochter des Kaufmanns Heinrich Neftali Oppenheim (ca.
1834 – ca. 15. 12. 1880, Wien) und Rosa, geb. Schwarz (ca. 1839 –24. 12. 1921, Wien) hatte
drei Geschwister: Siegfried (1872, Wien – ca. 12. 3. 1929, Mönichkirchen), Lisa (Elisabeth,
Elise), verh. Kafka (* 1877, Wien) und Olga, verh. Langfelder (* 1880, Wien).
LebenspartnerInnen, Kinder: Eu. O. heiratete 1890 im Wiener Stadttempel den Rechtsanwalt
Dr. Max (Herzl Naphthali) Frank (ca. 1855 –31. 8. 1906, Banjaluka). Das Paar hatte drei Kin-
der: Hilda verh. Schwarz, Hedy verh. Klein und David Dagobert Frank (* 1900, Wien). Nach
dem Tod ihres Mannes heiratete sie im November 1907 (Ziviltrauung) bzw. im Jahre 1908
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika