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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
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Freud | F 903 Kurse für Jusstudenten, 1964 Doctor of Science des Jefferson Medical College, Mai 1972 Ehrendoktorat der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, Commander of the British Empire; Verkehrsflächenbenennung: Anna-Freud-Platz 1130 Wien, Beschluss von 2011. Qu.: Library of Congress, Washington D. C. W.: „Einführung in die Technik der Kinderanalyse“ (1927), „Einführung in die Psychoana- lyse für Pädagogen. Vier Vorträge“(1930), „Das Ich und die Abwehrmechanismen“ (1936), „Young Children in War-Time. A Year’s Work in a Residental Nursery“ (1942, mit Dorothy Burlingham), „Infants without Families. The Case for and Against Residental Nurseries“ (1942, mit Dorothy Burlingham), „Wege und Irrwege in der Kinderentwicklung“ (1968) L.: Besser 1977, Biermann 1973, Blimlinger 1999, Bolland/Sandler 1979, Denker 1995, Edgcum- be 2000, Fischer 2004, Goldstein 1984, Hildebrandt 2002, Huber 1977, Kerbl 1992, King 1991, Kratzer 2001, Leupold-Löwenthal 2002, Mänchen 1979, Mühlleitner 1992, Neubauer 1984, Ol- vedi 1992, ÖNB 2002, Peters 1979, Salber 1985, Steiner 1973, Weinzierl 1975, Wistrich 1999 Freud Esti, geb. Ernestine Drucker; Lektorin und Sprachtherapeutin Geb. Wien, 7. 12. 1896 Gest. 25. 4. 1980 Herkunft, Verwandtschaften: Stammt aus einer wohlhabenden Patrizierfamilie; Vater: Leopold Drucker, Rechtsanwalt in Wien. Ihre Mutter, Ida Schramek, war eine bekannte Konzertpianistin, deren Vater als Kohlengroßhändler so viel Geld verdient hatte, dass er in Wien den Bau einer Synagoge finanzieren konnte. E. F. beschreibt die Ehe ihrer Eltern als unglücklich, da die Mutter ihr Geltungsbedürfnis als Sängerin der konventionellen Moral wegen nicht ausleben durfte. In ihrer Autobiografie stellte E. F. fest: „Ich hatte überhaupt keine glückliche Kindheit. Die meiste Zeit hatte ich panische Angst vor einer Mutter, die wahrscheinlich nicht wusste, was sie tat. Ich war davon überzeugt, dass mich meine Mutter hasste. Jedenfalls litt ich sehr unter den ungerechten Strafen.“ LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit dem Juristen Martin Freud, ältester Sohn des Psychoanalytikers Sigmund Freud. Kinder: Sophie und Walter. Die Flucht E. F.s nach Frankreich besiegelte zugleich die Trennung von Martin Freud, der zusammen mit seinem Vater nach London geflohen war. Ausbildungen: Sie wollte an der Universität Französisch studieren, ihre Familie erlaubte ihr jedoch nur, Sprechunterricht zu nehmen. Von ihrer Mutter erhielt sie Gesangsunterricht. Nach ihrer Emigration in die USA und trotz ihrer finanziell stets angespannten Lage gelang es ihr, 59-jährig an der New School for Social Research zu promovieren. Laufbahn: Eigentlich hätte E. F. eine tüchtige Mitarbeiterin in der psychoanalytischen Be- wegung werden können. Doch einer dauerhaften Integration in die Familie Freud stand der Lebensstil von E. F. im Wege. Der Eindruck entsteht, dass Sigmund Freud die Qualitäten seiner Schwiegertochter nicht wirklich erkennen konnte. E. F. war als unbezahlte Lektorin an der Universität tätig und gab auch Dichterlesungen. Sie floh 1940 mit ihrer Tochter über Frankreich nach Marokko, später in die USA. Sie arbeitete als Sprachtherapeutin in New York und war über 19 Jahre lang in diversen Hospitälern von New York tätig. W.: „Memoirs. Vignettes of my Life 1899–1979“ L.: Freud/Fischer 2006, ÖNB 2002, Weissweiler 2006, http://www.krammerbuch.at/
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
biografiA.
Subtitle
Lexikon österreichischer Frauen
Volume
1, A – H
Editor
Ilse Korotin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1422
Category
Lexika
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