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Weiber von Windsor“ (1918), Anfang der 1920er Jahre folgten weitere Filme [wie „Mas-
cotte“ (1920), „Menschen von heute“ (1920), „Hannerl und ihre Liebhaber“ (1921), „Der
Fluch des Schweigens“ (1921), „Der Strom“ (1922) und „Sodoms Ende“ (1922)]. Übernahm
zahlreiche Starrollen in Filmen ihres Mannes, mit dem sie die „Basch-Freund-Film, Berlin“
gründete. Ging 1933 mit ihrem Mann in die USA und wurde gleichzeitig, da „vermutlich
nichtarisch“, aus der Reichsschrifttumskammer und Reichstheaterkammer ausgeschlossen.
Das Ehepaar konnte nach der Emigration jedoch nicht mehr an ihre früheren Erfolge an-
knüpfen. Sie kehrten 1936 nach Europa zurück, arbeiteten in London und Paris an Dreh-
büchern und emigrierten 1940 (bzw. nach Ausbruch des Krieges) erneut in die USA. In New
York betrieb sie das Restaurant „Grete’s Viennese“. 1941 übersiedelten sie nach Hollywood.
Der erhoffte Neubeginn in Los Angeles gelang jedoch nicht. 1945 gründete sie die karitative
Aktion „Help Viennese Children“ zusammen mit Maria Jeritza und anderen, um die in Not
geratenen Kinder in Wien mit Hilfspaketen zu unterstützen.
L.: Trapp/Mittenzwei 1999, Ulrich 2004, Thomas Staedeli: Portrait der Schauspielerin Grete
Freund in http://www.cyranos.ch/, http://www.filmportal.de, http://www.imdb.com
Freund-Marcus Fanny; Frauenrechtsaktivistin
Geb. 18. 2. 1872
Gest. KZ Theresienstadt, Deutsches Reich (Terezin, Tschechien), 11. 12. 1942
Laufbahn: Leiterin des „Ersten Wiener Gabelsberger Stenographinnenvereins“, Vertrete-
rin und Präsidentin der „Reichsorganisation der Hausfrauen Österreichs“, Redakteurin der
Zeitschrift „Die moderne Frau“ 1926 –28. Veröffentlichte zahlreiche Artikel in Frauenzeit-
schriften, wie dem Frauenblatt der Reichsorganisation der Hausfrauen Österreichs, „Die
Österreicherin“, „Neues Frauenleben“, „Der Bund“ und anderen.
W. u. a.: „Die Verbesserung der Handelsbilanz. Kann die Frau zur Verbesserung der Han-
delsbilanz beitragen? In: Die Moderne Frau. H.7“ (1927)
L.: Kronthaler 1995, Malleier 2001, www.onb.ac.at/ariadne/
Freundlich Elisabeth, Ps. Elisabeth Lanzer; Schriftstellerin, Bibliothekarin, Journalistin,
Übersetzerin und Literaturwissenschafterin
Geb. Wien, 21. 7. 1906
Gest. Wien, 25. 1. 2001
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Dr. Jacques (Jakob) Freundlich (1874 –1951), Rechts-
anwalt, Mitglied des Verfassungsgerichtshofes, Mitbegründer (1922) und Präsident der
Arbeiter-Zentral-Bank-AG (heute BAWAG) bis zum Februar 1934, über vier Monate in
Untersuchungshaft, danach unter Hausarrest; 1938 Flucht über die Schweiz und Frankreich
in die USA, Mitglied des Austrian Labor Committee; US-Bürger; 1950 Niederlassung in
Zürich. Mutter: Olga, geb. Lanzer (1880 –1966).
LebenspartnerInnen, Kinder: 1945 Heirat mit Günther Anders (1902–1992), Schriftsteller
und Philosoph.
Ausbildungen: 1928 –32 Studium der Germanistik, Romanistik, Theaterwissenschaft und
Kunstgeschichte in Wien; Studium an der Sorbonne, ab 1941 Studium Library Science an
der Columbia University, 1943 Master of Arts.
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika