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Freyschmid | F 913
Braunschweig wurde sie 1891 an das Theater an der Wien engagiert, fand hier Förderung
seitens der Direktion und war nahezu acht Jahre die erste Operettensängerin an diesem In-
stitut. kam 1897 an das Gärtnerplatztheater in München, 1899 an das Carl-Schultze-Thea-
ter in Hamburg, 1901 an das Lyrische Theater in Bukarest, 1902 an das Jantsch-Theater in
Wien und 1903 an das Deutsche Landestheater in Prag.
L.: Eisenberg 1903, Gettke 1907, Kosch 1953ff., ÖBL, Speidel 1890
Freyschmid Maria Ursula; Buchdruckerin
17./18. Jh.
Gattin des Linzer Druckers Kaspar Freyschmid, des Sohnes eines Jenaer Druckers; seine
erste Frau war die Druckerswitwe Maria Elisabeth Kürner gewesen, deren Offizin er mit der
Eheschließung 1671 übernahm. Nach seinem Tod 1708 führte M. U. den Witwenfortbetrieb,
aus dem das Druckwerk „Tessera salutis“ von 1709 erhalten ist. In demselben Jahr übernahm
Johann Kaspar Leidenmayr die Druckerei.
L.: Durstmüller 1982, Lang 1972 Edith Stumpf-Fischer
Frieberger Eva; Kunstgewerblerin und Keramikerin
Geb. Berlin, Deutsches Reich, (Deutschland), 22. 4. 1892
Gest. Friedberg, Hessen, Deutschland, 1950
Ausbildungen: Besuch der Kunstgewerbeschule in Wien bei Strnad, Böhm und Powolny.
Laufbahn: Übersiedelte in den 1930er Jahren nach Deutschland. Arbeiten für die Wiener
Werkstätte: Keramik.
Mitglsch.: Mitglied des Österreichischen Werkbundes.
L.: Schweiger 1990
Fried Anne; Schriftstellerin und Sozialarbeiterin
Geb. Wien, 26. 4. 1903
Gest. Helsinki, Finnland, 11. 12. 1998
Herkunft, Verwandtschaften: Stammt aus einer assimilierten jüdischen Familie. Vater: Ro-
bert Politzer, Goldschmied; Mutter: Ida Bresnitz, Gründerin einer Wohltätigkeitsorganisa-
tion (Sommerferien für jüdische Kinder).
LebenspartnerInnen, Kinder: 1927 Heirat mit dem ungarischen Maler Theodor Fried; Sohn:
Risto Fried (1930 –2004), Psychiater.
Ausbildungen: Ab 1922 Literaturstudium an der Universität von Heidelberg, später in Jena
und Tübingen, Promotion 1926. Zweites Studium in den USA: 1945–1948 Soziologie an
der Columbia University, M. A. 1948. 1971–1973 Literaturstudium an der Universität von
Helsinki.
Laufbahn: Lebte mit ihrem Mann in Boulogne-sur-Seine. Sie schrieb Besprechungen für
verschiedene Magazine, regelmäßig für „Individualität“ und „Forum“. In den 1930er Jah-
ren half sie Flüchtlingen aus Deutschland. Als ihre Ehe zerbrach, entschloss sich A. F.,
mit ihrem Sohn in die USA auszuwandern (1937/1938). Dort arbeitete sie über 30 Jahre
als Lehrerin und Sozialarbeiterin. (Lehrerin am Newark Junior College, später Labor-
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika