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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
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Friedländer | F 917 Friedländer Eva; Gegnerin des NS-Regimes Geb. Wien, 1. 1. 1922 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Arzt. Laufbahn: Lt. Anklageschrift vom 6. 7. 1940 wird sie wegen Vergehens nach dem Heim- tückegesetz angeklagt, „zu Wien in der Zeit vom März bis September 1939 böswillig ge- hässige, hetzerische und von niedriger Gesinnung zeugende Äußerungen über leitende Per- sönlichkeiten des Staates und der NSDAP und ihre Anordnung gemacht zu haben, die geeignet sind, das Vertrauen des Volkes zur politischen Führung zu untergraben, wobei sie damit rechnete, dass die Äußerungen in die Öffentlichkeit dringen würden, indem sie in der im Ermittlungsergebnis näher erörterten Weise untereinander und an weitere Personen staatsfeindliche Druckschriften und zwar ein Buch von Robert Ingrim ‚Der Griff nach Ös- terreich‘, französische Zeitungen wie die ‚Baseler Rundschau‘ und die ‚Zürcher Zeitung‘, die Emigrantenzeitung ‚Österreichische Post‘ und zahlreiche Flugschriften, staatsfeindlichen, insbesondere legitimistischen Inhalts“ verbreitet zu haben. Sie wird am 5. 8. 1940 wegen Verbrechens nach dem Heimtückegesetz und der Rundfunkver- ordnung vom Sondergericht Wien zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Qu.: DÖW. L.: Dokumentationsarchiv 1984 Friedländer Hedwig, Edle von Malheim; Malerin Geb. Wien, 13. 2. 1863 Gest. Wien, 1945 Herkunft, Verwandtschaften: Schwester von Camilla Friedländer, weitere Verwandte siehe dort. Ausbildungen: Besuchte die Kunstgewerbeschule des Österreichischen Museums für ange- wandte Kunst, arbeitete bei Prof. Berger und Prof. Laufberger. Laufbahn: Malte im Atelier ihres Vaters und hielt sich später zu Studienzwecken mehrmals in München auf, beschäftigte sich vorwiegend mit Genrebildern und Stillleben und als sie 1889/90 Frithjof Smith in München kennengelernt hatte, mit Porträt und figuralen Entwürfen. Seit 1885 Beteiligung an Ausstellungen. 1890 wird ihr Bild „Die Toilette“ vom Kaiser angekauft. Qu.: Judaica-Archiv/ÖNB. L.: Die Frau im Korsett 1984, Eisenberg 1891, Wininger 1927 Friedländer Helene (Nelli); Lyrikerin Geb. Wien, 20. 8. 1868 Gest. Wien, 23. 5. 1891 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Max Friedländer, Begründer der „Neuen Freien Presse“; Mutter: Regina Deligat, Burgschauspielerin. Laufbahn: Veröffentlichte Gedichte. Ihre Gedichte wurden gesammelt und von Ludwig August Frankl herausgegeben. W.: „Helene Friedländer. Ein Denkmal“ (1892 hg. v. Ludwig August Frankl) L.: ÖNB 2002, Wininger 1927, Pataky 1898
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
biografiA.
Subtitle
Lexikon österreichischer Frauen
Volume
1, A – H
Editor
Ilse Korotin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1422
Category
Lexika
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Library
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