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Friedländer | F 919
Friedländer Regina, Regina Delia, ursp. Regina Deligat; Schriftstellerin und
Schauspielerin
Geb. Wien, 31. 5. 1840
Gest. Amstetten, NÖ, 14. 2. 1894
LebenspartnerInnen, Kinder: 1861 Heirat mit Max Friedländer (1829 –1872), Kunsthisto-
riker und Direktor der Gemäldegalerie des Kaiser Friedrich-Museums; Mutter von Helene
(Nelli) Friedländer (1868 –1891).
Laufbahn: Wirkte 1958/59 am Burgtheater, darauf am Carltheater in Wien, ab 1860 in Pest.
Verfasserin mehrerer Erzählungen.
W.: „Drei Erzählungen“ (1893)
L.: ÖNB 2002, Schmid-Bortenschlager/Schnedl-Bubenicek 1982, Wininger 1927, http://
www.fembio.org/
Friedländer-Abel Hedwig von; Musikredakteurin
Geb. Budapest, Ungarn, 1870
Gest. ?
Laufbahn: Arbeitete als Musikredakteurin bei der „Montagsrevue“ in Wien.
L.: ÖNB 2002
Friedmann Alice; Individualpsychologin und Psychotherapeutin
Geb. Wien, 17. 3. 1897
Gest. New York City, New York, USA, Juni 1980
Ausbildungen: 1913 Matura, 1922 Promotion an der philosophischen Fakultät der Univer-
sität Wien (Zoologie).
Laufbahn: In der Zwischenkriegszeit war A. F. als Individualpsychologin in Wien tätig, wobei
sie sich vor allem mit praktischen Erziehungsfragen beschäftigte. Sie entwickelte eine rege
Vortragstätigkeit in verschiedenen Wiener Institutionen, nicht nur im Verein für Individual-
psychologie (u. a. Verein arbeitender Frauen und in der Volkshochschule Wien-
Ottakring,
an der Urania, aber auch im Ausland, u. a. in Dänemark und Ungarn). Sie war Mitglied
in der Wiener pädagogischen Arbeitsgemeinschaft und mit Arthur Holub in der Leitung
der Arbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Materialsammlung. Sie engagierte sich in der
Ausbildung von IndividualpsychologInnen und arbeitete in individualpsychologischen Er-
ziehungsberatungsstellen. Zusammen mit Alfred Adler leitete sie eine individualpsychologi-
sche Schülernachhilfe im 14. Bezirk. 1924 eröffnete sie gemeinsam mit Stefanie Horowitz ein
Erziehungsheim für schwererziehbare Kinder im 6. Bezirk (später auch Einrichtung eines
Nachmittagshortes). 1929 wurde unter ihrer Leitung in Zusammenarbeit mit der Wiener
Schulreform ein Fortbildungskurs für ErzieherInnen mit Schwerpunkt Schwererziehbarkeit
gegründet. Ab 1932 übernahm sie die Leitung eines zusätzlich eingerichteten Kindergartens.
Sie war zudem Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft individualpsychologischer Ärzte, in der
vor allem Ärzte über medizinisch-psychologische Themen wie Entstehung und Behandlung
von Neurosen und Psychosen referierten und diskutierten. 1938 emigrierte A. F. nach GB,
wo sie als Psychologin am Hamden House in Buckinghamshire arbeitete, und ca. 1940 wei-
ter nach New York. Dort arbeitete sie als Klinische Psychologin und Psychotherapeutin in
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika