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Fritsch | F 929
Laufbahn: Wirkte mehrere Jahre als Erzieherin und lebte nach ihrer Heirat lange Zeit in
Linz, zuletzt in Salzburg. Adalbert Stifter riet ihr zur Herausgabe ihrer „Weihnachtsfeste“.
Mit den Jahren folgten weitere Erzählungen, nach dem Tod ihres Mannes erschien das
biblische Trauerspiel „Heli“, das in Graz wiederholt erfolgreich aufgeführt wurde, wie auch
andere Werke der Autorin, die zuletzt fast erblindete.
W.: „Weihnachtsfest(e)“ (1861), „Heli. Tragödie“ (1882), „Eine Heimstätte“ (1890), „Der
Sprachreiniger“ (1892)
L.: Giebisch/Pichler/Vansca 1948, Schmid-Bortenschlager/Schnedl-Bubenicek 1982, Pa-
taky 1898
Fritsch Marie von; Schriftstellerin
Geb. Weidling, NÖ, 1872
Gest. ?
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter des Hof- und Gerichtsadvokaten Dr. Johann Frank
(† 1904).
LebenspartnerInnen, Kinder: 1892 Heirat mit dem Oberleutnant Josef Ritter von Fritsch.
Laufbahn: Lebte vermutlich zeitweise in Salzburg.
„Auf 236 Seiten erzählen die Puppen geziert von sich, schreiben französische und englische
Briefe, die als besondere Attraktionen mit abgedruckt sind und machen sich so unsympa-
thisch wie nur möglich. Dazu versucht die Verfasserin, die Puppen auch noch durch die
Sprache zu charakterisieren, was ihr misslingt, denn eine Nürnberger Puppe im Tone Hans
Sachsens sprechen zu lassen oder einen Leutnant im preußischen Witzblatt-Leutnantston
‚Ach, Kamerad, forsch gewesen, Rennen große Sache!‘, das ist mehr, als man geduldigsten
Kindern zumuten kann“. (Schwab, S. 278)
W.: „Tante Lottes Puppen. Ein Nachtrag zur Geschichte der Puppe Wunderhold“ (1904)
L.: Heller 2008, Klotz 1990, Schwab 1949
Frittum Anna; Widerstandskämpferin
Geb. 20. 9. 1900
Gest. Auschwitz, Deutsches Reich
– Generalgouvernement (Oświęcim, Polen), Frühjahr 1943
Laufbahn: A. F. wurde am 23. 6. 1941 wegen „Verdachts der KP-Betätigung und Abhörens
ausländischer Rundfunksendungen“ von der Gestapo erkennungsdienstlich erfasst. Sie kam
im Frühjahr 1943 in Auschwitz um. Ihr Mann Franz Frittum (* 1892, Maschinenmeister)
wurde ebenfalls festgenommen und am 30. 11. 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“
zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Qu.: Datenbank „Nicht mehr anonym“, Arbeiterbewegung, DÖW.
Fritz Mali, (eigentl. Malke oder Malka); Widerstandskämpferin, Übersetzerin und Autorin
Geb. Busk, Galizien (Ukraine), 16. 9. 1912 (1913)
Gest. Wien, 8. 7. 1996
M. F. wird am 16. September 1912 (nach anderen Angaben 1913) als eines von sieben Kin-
dern der jüdischen Familie Padwa in Busk (Galizien) geboren. Sie wächst in Wien auf und
besucht hier das Realgymnasium, das sie mit der Matura abschließt. Sie knüpft Kontakte zu
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika