Page - 934 - in biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Image of the Page - 934 -
Text of the Page - 934 -
F |
Fröhlich934
seit Jahren in einer Krise. Nun bemühten sich Wienerinnen als Konsumentinnen, dagegen
anzukämpfen. A. F. setzte ihre Unterschrift unter den Aufruf „An die Frauen in Wien“, in
dem sich die Unterzeichnerinnen verpflichteten, für „das Heil des geliebten Vaterlandes und
für das Wohl aller Klassen, besonders der Arbeit-Bedürftigen [ … ] von jetzt an keine Stoffe
ausländischer Fabrikanten mehr zu kaufen, sondern von der inländischen Industrie ihren
derartigen Bedarf zu nehmen“. (Hauch 1990, Anhang 1)
L.: Hauch 1990, Marx/Haas 2001, ÖBL, Riemann 1975, www.aeiou.at
Fröhlich Barbara, Betty, verh. Bogner; Malerin, Sängerin und Gesangslehrerin
Geb. Wien, 1797 (1798)
Gest. Wien, 30. 6. 1878
Herkunft, Verwandtschaften: Zweitälteste der vier Schwestern Fröhlich (Anna, Josephine,
Katharina).
LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Ferdinand Bogner (1786 –1846), Flötist.
Ausbildungen: Schülerin M. Daffingers.
Laufbahn: Pflegte neben der Musik die Malerei, vor allem die Miniaturmalerei. Jahrelange
Gehilfin ihres Lehrers M. Daffinger, der ihr die Ausführung vieler Kopien von Miniaturen
überließ, später „Zeichenlehrerin“ am Wiener k. k. Erziehungsinstitut für Offizierstöchter in
Hernals. Mit Grillparzer und Schubert befreundet.
L.: Czeike Bd. 2 2004, Leitich 1939, Marx/Haas 2001, ÖBL, Thieme/Becker 1907–1940
Fröhlich Gertie; Malerin und Grafikerin
Geb. Klastor, Slowakei, 29. 6. 1930
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Dorfschullehrer und Organist. Drei Schwestern.
LebenspartnerInnen, Kinder: In erster Ehe verheiratet mit Markus Prachensky, Maler. Spä-
terer Lebensgefährte Peter Kubelka, Filmemacher (1964 gem. m. Peter Kronlechner Grün-
der des Österreichischen Filmmuseums).
Ausbildungen: Ab 1945 LehrerInnenbildungsanstalt in Vöcklabruck. Ab 1949 Kunstgewerbe-
schule in Graz, Studium bei Rudolf Szyszkowitz. Studium an der Akademie der Bildenden
Künste in Wien (u. a. bei Herbert Boeckl), 1956 bei Albert Paris Gütersloh.
Laufbahn: 1944 Übersiedlung der Familie nach Österreich (Vöcklabruck). Initiatorin der
1954 eröffneten „Galerie nächst St. Stephan“. Gestaltete in den Jahren 1964 bis 1984 zahl-
reiche Film-Plakate für das Österreichische Filmmuseum in Wien, u. a. auch das erste Logo
des Filmmuseums („Schweinefisch“ / „Zyphius“).
Schuf Plakate, Bilder und Wandteppiche, die in Ausstellungen in London, Los Angeles,
Berlin und in vielen namhaften Galerien gezeigt wurden. Entwirft und bearbeitet bunte
Kunst-Lebkuchenfiguren und betreibt eine Lebkuchen-Manufaktur (wurde 1987 von André
Heller mit ihren Figuren nach Hamburg für sein Programm „Luna Luna“ eingeladen). Mit-
arbeiterin am Ägyptologischen Institut der Universität Wien, mehrere Studienauf
enthalte in
Ägypten. Sie schuf Plakate für das Österreichische Filmmuseum. G. F. war be
freundet mit Eva
Maria Kallir, der Tochter des 1938 vertriebenen Galeristen und Schiele-Experten Otto Kal-
lir-Nirenstein, Besitzer der „Neuen Galerie“ in der Grünangergasse (spätere „Galerie nächst
St. Stephan). G. F. stellte für die neue „Galerie nächst St. Stephan“ Kontakte zu ihren Künst-
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika