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Fröhlich936
lich-Schwestern ist im Wien Museum zu besichtigen, jedoch als Wohnung des Dichters
Grillparzer beworben.
L.: Adametz 1943, Ebner-Eschenbach 1916, Keckeis/Olschak 1953/54, Lux 1912, ÖBL,
Prem 1922, Die Presse 4. 3. 1949, RP 27. 11. 1913
Fröhlich Lilli; Schauspielerin
Geb. ?
Gest. 1961
Laufbahn: 1907 bis 1923 unter der Direktion Josef Jarnos Schauspielerin am Theater in
der Josefstadt Wien. Emigrierte nach Bolivien. Mitarbeiterin im Bunten Programm der
deutschsprachigen Sendestunde bei „Radio Nacional“ La Paz. Spielte 1948/49 in Sao Paulo
in einer Neuinszenierung von Goethes Faust mit.
L.: Trapp/Mittenzwei 1999
Frohlich-Bume Lili, geb. Bum Caroline, Karoline, Name vor Emigration: Fröhlich-Bum
(auch Frohlich-Blume, Blum); Kunsthistorikerin, Kunsthändlerin und Kunstkritikerin
Geb. Wien, 14. 5. 1886 (1885)
Gest. Großbritannien, nach 1975
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Ernst Bum, Jurist und Verleger.
LebenspartnerInnen, Kinder: Ehemann: Otto Fröhlich, Kunsthistoriker und Kunsthändler.
Ausbildungen: Privates Mädchen-Gymnasium, Wien; Matura 1906 am Ersten Staatsgym-
nasium in Graz, 1906 –10 Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Philosophie in
Wien (Lehrer: Dvorák, Wickhoff, Schlosser, Strzygowski, „Wiener Schule“); Promotion am
Kunsthistorischen Institut der Universität Wien 1910 (Dvorák).
Laufbahn: Mitarbeit an der „Internationalen Bibliographie der Kunstwissenschaft“ (Hg. Otto
Fröhlich); Bearbeitung der Bände VI, VII, VIII (1907–09). Ab 1912 Mitarbeit im Kunsthan-
del des Ehemannes. 1923–34 Tätigkeit in der Graphischen Sammlung Albertina in Wien
(ohne offizielle Anstellung). Zusammen mit dem Direktor Alfred Stix Erarbeitung des Kata-
loges der italienischen Zeichnungen. Regelmäßige Veröffentlichungen in Zeitschriften und
verschiedene Buchveröffentlichungen, insbesondere auf ihren Spezialgebieten Italienische
Malerei und Zeichnungen aus Renaissance und Barock. Emigrierte nach dem „Anschluss“
nach Großbritannien. Hierbei wurde sie trotz ihrer akademischen Qualifikationen nicht von
akademischer Seite unterstützt, sondern konnte gemeinsam mit ihrem kränklichen Ehe-
mann nur aufgrund einer Versorgungsgarantie von Verwandten im April 1939 in England
Zuflucht finden (s. Feichtinger 2001:409). Bis 1947 Tätigkeit als Kunsthändlerin in London
(„old master paintings and drawings“). Ab 1948 journalistische Tätigkeit in verschiedenen
Zeitschriften. Ab 1954 zahlreiche Ausstellungs- und Auktionsberichte, v. a. aus London, für
die „Weltkunst“.
W.: „Andrea Meldolla, genannt Schiavone. Phil. Diss. Univ. Wien 1910. Ersch. in: Jb. Kunst-
hist. Slgen. Wien, 31“ (1913/14)
L.: Dissertationsverzeichnis, Feichtinger 2001, Hofner-Kulenkamp 1994, ÖNB 2002,
Wendland 1999, Zum 80. Geburtstag. In: Weltkunst. H. 14, 1966, 672
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika