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Fronius-Auer | F 941
Fronius-Auer Gertrude, auch Trude; Bildhauerin und Restauratorin
Geb. 16. 8. 1926
LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Walter Auer, akademischer Bildhauer.
Ausbildungen: Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien (Lehrer: Fritz Cre-
mer), Meisterklasse ebd. (Lehrer: Wotruba), Diplom; Akademie delle belle Arte „Brero“
Milano (Lehrer: Marino Maini).
Laufbahn: Seit 1953 als Bildhauerin in Wien selbständig tätig; Beteiligung an Ausstellungen
in Rom, Mailand, Wien, Salzburg. Sie führte Restaurierungsarbeiten an bedeutenden Kunst-
denkmälern und Bauten in Wien und in den Bundesländern durch. Es entstanden Skulpturen,
Reliefs und Mosaike in Wien, z. B. „Mutter mit Kindern“ vor der Sonderschule für körperbe-
hinderte Kinder Wien, „Eisbär“, „Watussi-Kind“, „Musik
– Relief“ in geschliffenem Kunststein.
Ausz., Mitglsch.: 1953 Preis als Marino-Maini-Schülerin in Mailand bei „Incontro della
Giorentu“ Mailand, 1956 Theodor Körner Preis, 1961 Preis des Wiener Kunstfonds; Mit-
glied des Wiener Künstlerhauses.
L.: Taylor 1954, Wer ist wer in Österreich 1953
Frühwirth Hermine; Architektin
Geb. Wien, 30. 3. 1909
Gest. Wien, 11. 4. 1991
Ausbildungen: Volksschule und Realgymnasium in Wien, 1928 Reifeprüfung mit Auszeichnung,
1928–33 Studium der Architektur an der Technischen Hochschule, heute TU, in Wien; 30. 3. 1933
Ingenieurdiplom, 1933–35 Kunsthistorisches Seminar bei Moritz Dreger, 14. 12. 1935 Promotion
zum Doktor der technischen Wissenschaften mit Auszeichnung; 1939 Staatsbaudienstprüfung.
Laufbahn: 1933–35 Mitarbeit im Atelier des Architekten Erwin Böck, zuerst als unbezahlte
Hilfskraft; selbständige Tätigkeit als Architektin, teilweise in Arbeitsgemeinschaft mit Erwin
Böck, mehrere Wettbewerbserfolge, Mitwirkung am Wettbewerb um den Umbau der Reichs-
brücke, 1936 3. Preis im Wettbewerb um den Umbau des Westbahnhofs und zur Neugestal-
tung des Votivkirchenplatzes, private Wohnbauten in Wien und Niederösterreich, nach Auf-
gabe der selbständigen Tätigkeit wegen der schlechten Auftragslage im Oktober 1938 Eintritt
in den Hochbaudienst der Direktion der Deutschen Reichspost. 1939 Staatsbaudienstprüfung.
Ihr Arbeitsgebiet umfasste die Planung und Bauleitung für verschiedene Dienstgebäude und
Postämter, Einrichtung von Dienstwohnungen und Repräsentationsräumen sowie Adaptie-
rung und Einrichtung von Heimen. Seit 1945 im Dienst der Österreichischen Post- und
Telegraphenverwaltung, 1974 Leitung der Abteilung für Hochbau, 1974 Ruhestand.
Ausz., Mitglsch.: 1936 Mitglied der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs, 1963 Mi-
nisterialrätin, 1975 Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
W.: „Wiener Profanbauten aus der Zeit Maria Theresias und Josefs II. Diss. TH Wien.“
(1935), „Kitzbühel und sein Postamt. Sonderpostmarke zum ‚Tag der Briefmarke’„ (1958),
„Camillo Sitte, Architekt und Städtebauer 17. 4. 1843–16. 11. 1903. Sonderpostmarke zum
125. Geburtstag von Camillo Sitte“ (1968)
L.: Eberwein 2004, Georgeacopol-Winischhofer/Bolldorf-Reitstätter 2002, Preisgekrönte
Wienerinnen. In: Die Österreicherin: Organ des Bundes österreichischer Frauenvereine, Jg.
6, Nr. 6, Juni 1933
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika