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Fuchs | F 943
Laufbahn: Lebte ab 1940 in den USA, unterrichtete Chemie und Deutsch an einer Public
High School.
Qu.: Judaica-Archiv/ÖNB, UA Wien.
L.: Fritsch 2007, Gold 1971 Brigitte Bischof
Fuchs Charlotte Gräfin, eigentl. Maria Karoline, geb. Mollard; Erzieherin und
Obersthofmeisterin
Geb. Wien, 14. 1. 1681
Gest. Wien, 27. 4. 1754
LebenspartnerInnen, Kinder: 1710 Heirat mit Christoph Ernst Graf von Fuchs († 1719),
zwei Töchter.
Laufbahn: Kam als Hofdame der Erzherzogin Maria Anna (1683 –1754) an den kaiserlichen
Hof. Nach deren Verheiratung mit dem König von Portugal blieb sie jedoch in Wien. Kehrte
als Erzieherin der Kinder von Kaiser Karl VI. und Kaiserin Elisabeth Christine (1691–1750)
an den Hof zurück. Sie hatte ein inniges Verhältnis zu den Töchtern des Kaiserpaares, insbe-
sondere zu Maria Theresia (1717–1780), das weit über ihre Zeit als Gouvernante hinausging.
Maria Theresia ernannte sie zur Obersthofmeisterin und schenkte ihr ein kleines Schloss in
Rodaun (heute Wien 23), das heute unter anderem als „Fuchsschlössel“ bekannt ist.
Auf ausdrücklichen Wunsch Maria Theresias wurde die Gräfin als einzige Nicht-Habsbur-
gerin in der Kapuzinergruft beigesetzt. Auf dem Sargdeckel ließ die Kaiserin die Inschrift
„Zum unsterblichen Angedenken eines wohlwollenden dankbaren Herzens für die edle Er-
ziehung zur Tugend. Ich, Maria Theresia.“ anbringen.
L.: www.aeiou.at, http://www.kaisergruft.at/
Fuchs Elisabeth Charlotte; Widerstandskämpferin
Geb. Theresienstadt, Böhmen (Terezin, Tschechien), 1906
Gest. KZ Auschwitz, Deutsches Reich – Generalgouvernement (Oświęcim, Polen), ?
Herkunft, Verwandtschaften: Der Vater war Regimentsarzt, im Ersten Weltkrieg Generalstabsarzt.
Laufbahn: Die Familie zog nach Wien, 1938 meldete sich E. F. als Helferin bei der Betreu-
ung nichtarischer Katholiken der Erzbischöflichen Hilfsstelle für katholische Nichtarier.
Widmete sich der Erhebung der Fürsorge und Unterstützungsfälle. Wurde mit ihrer Familie
in das KZ deportiert, verbrachte zwei Jahre in Theresienstadt, danach wurde sie 1944 nach
Auschwitz gebracht. Ein ehemaliger Schützling schrieb über sie, dass sie zum Symbol des
Christen schlechthin geworden war.
L.: http://www.christenundjuden.org/
Fuchs Malka; Schriftstellerin
Geb. ?
Gest. 1924
LebenspartnerInnen, Kinder: War verheiratet mit Don Fuchs (* 1871), Oberkantor der
Wiener Israelitischen Kulturgemeinde.
Laufbahn: Als Hebräistin und Schriftstellerin tätig.
L.: Wininger
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika