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Hornischer | H 1381
Hornischer Fanny, eigtl. Bauer Franziska; Sängerin
Geb. Wien, 20. 3. 1845
Gest. Wien, 26. 2. 1911
Laufbahn: Trat am 18. 10. 1868 im Saal „Beim großen Zeisig“ in Wien VII, Burggasse 2 zum
ersten Mal als Volkssängerin, sozusagen als Nachfolgerin der berühmten Antonie Mansfeld,
auf. Sie galt als schön, elegant und frivol. F. H. gehörte zu den bekanntesten Vertreterinnen
des Wiener Volkssängertums. Sie starb im Gegensatz zu vielen ihrer Kolleginnen in halb-
wegs gesicherten Umständen als Inhaberin eines Bonbongeschäftes in Wien VI.
W.: Lieder: „Ach, wenn es nur immer so bliebe“, „Ein Aufmischer von der Hornischer“. „Die
Stelle, wo ich sterblich bin“; „Net schön, aber guat“
L.: Aufbruch 1990, Koller 1931, ÖBL, Wagner 1995, NFP 27. 2. 1911
Hornung Maria, geb. Jechl; Sprachwissenschafterin und Dialekt- und Namensforscherin
Geb. Wien, 31. 5. 1920
Gest. Wien, 26. 6. 2010
LebenspartnerInnen, Kinder: 1946 Heirat mit Mag. Dr. Herwig Hans Hornung.
Ausbildungen: Studierte Germanistik, Anglistik und Romanistik an der Universität Wien.
Habilitation für „Ältere deutsche Sprache und Literatur mit besonderer Berücksichtigung
der Mundartkunde“.
Laufbahn: Bis 1980 wissenschaftliche Beamtin an der Wörterbuchkanzlei der Österreichi-
schen Akademie der Wissenschaften (jetzt Institut für Dialekt- und Namenlexika). Un-
ternahm schon früh mundartliche Feldforschungen. 1969 Titularprofessorin, 1980 – 85
Universitätsprofessorin in Wien, Mitarbeit am Wörterbuch der bairischen Mundarten in
Österreich (1963ff.). Aufbau eines Tonarchivs österreichischer Mundarten in Zusammen-
arbeit mit dem Österreichischen Phonogrammarchiv, besondere Verdienste um die Erfor-
schung der Sprachinseln (Gründung des Österreichischen Sprachinselmuseums in Wien).
Mitherausgeberin des Österreichischen Wörterbuchs. Gründete 1972 den „Verein der
Freunde der von Österreich aus besiedelten Sprachinseln“.
Ausz.: Ehrenbürgerin der deutschen Sprachinselgemeinden, Pladen-Sappada und Zah-
re-Zahre-Sauris in Oberitalien, Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst,
Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien.
W.: „Wörterbuch der deutschen Sprachinselmundart von Pladen/Sappada in Kärnten (Ita-
lien)“ (1972), „Lexikon österreichischer Familiennamen“ (1989), „Wörterbuch der Wiener
Mundart“ (1998), „Die österreichischen Mundarten“ (2000)
L.: Festschrift 1990, www.aeiou.at, Korotin/Stupnicki i. V.
Horny Magda; Lehrerin und Schriftstellerin
Geb. Brünn, Mähren (Brno, Tschechien), 1886
Gest. ?
Laufbahn: Lehrte zunächst an Hauptschulen, ab 1931 Direktorin der Bundes-Lehrerinnen-
bildungsanstalt in Wien. 1933 Mitglied der Prüfungskommission. Trat 1923 und 1926 als
Bearbeiterin von Kinderbüchern an die Öffentlichkeit.
L.: Heller 2008
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika