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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
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Hoyer | H 1389 1946 errichtet von der Tschechoslowakischen Sektion der KPÖ. Ihr Name steht auf der am 8. 4. 1994 enthüllten Gedenktafel in 1100 Wien, Leibnitzgasse 10 für die Angehörigen der tschechischen und slowakischen Minderheit in Wien, die Opfer der NS-Verfolgung waren. Qu.: Datenbank „Nicht mehr anonym“, Arbeiterbewegung, DÖW. L.: Brauneis 1974, Bruha 1984, Dokumentationsarchiv 1984, Dokumentationsarchiv 1998, Fein 1975 Hoyer Elise; Frauenrechtsaktivistin Geb. Elbogen, Böhmen (Loket, Tschechien), 22. 5. 1852 Gest. ? Herkunft, Verwandtschaften: Tochter eines Gerichtsbeamten. Laufbahn: E. H. war Begründerin der österreichischen Frauenblätter, die jedoch nur kurzen Bestand hatten. Lebte in Wien. W.: „Die ersten Lieder eines armen Mädchen“ (1873), „Oster-Grüße“ (1874), „Weih- nachts-Träume“ (1874) L.: Pataky 1898, www.onb.ac.at/ariadne/ Hrachovec Maria, geb. Humula; Germanistin, Hausfrau und Widerstandskämpferin Geb. Wien, 27. 4. 1923 Gest. Wien, 10. 5. 1999 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Major Karl Humula; Mutter: Anna Humula, Haupt- schullehrerin (s. dort). LebenspartnerInnen, Kinder: 1946 Heirat mit Heinrich Hrachovec, später Gemeindearzt in Haugsdorf, 1947 Geburt des Sohnes Herbert, 1948 Geburt der Tochter Evamaria, 1951 Geburt des Sohnes Christoph. Ausbildungen: Volksschule und 5 Klassen des Gymnasiums in der katholischen Privatschu- le Notre Dame de Sion in Wien 7, Burggasse, nach deren zwangsweiser Schließung 1938 Gymnasium Wien 8, Albertgasse bis zur Matura mit Auszeichnung 1941, Arbeitsdienst, Studium von Germanistik und Geschichte in Wien, Promotion zur Dr.phil. 1946 nach einer Dissertation über Fragen der Bildungskonzepte bei Schriftstellern des Humanismus. Laufbahn: M. H. gehörte als junges Mädchen einer katholischen Jugendgruppe der Pfar- re Gumpendorf in Wien an. In dieser Gruppe entstand nach dem „Anschluss“ und noch mehr nach Kriegsbeginn der Versuch, im Bezirk ein „Gegengewicht“ zur Hitlerjugend zu schaffen. Die Predigten von Kaplan Gabriel Beda-Döbrentei, einem überzeugten Pazifisten und Nazigegner, wurden mitstenographiert, getippt, vervielfältigt und den jungen Männern, die der Pfarre angehörten, ins Feld gesandt. Auch der Hirtenbrief des deutschen Bischofs Graf Galen gegen die Euthanasie vom August 1941 wurde auf diese Weise versandt. M. H. hat dabei einen Großteil der Schreib- und Organisationsarbeit geleistet. Für diese Tätigkeit wurde sie nach der Anzeige durch ein Mädchen aus der Gruppe von der Gestapo vorgeladen. Nachdem sie eine Nacht lang verhört worden war, wurde sie mit einem strengen Verweis und dem Verbot weiterer derartiger Aktivitäten entlassen; daran hat sie sich nicht gehalten, obwohl auch ihre Mutter sie dringend darum bat. Während ihres einjährigen Arbeitsdienstes 1941 bestand sie so lange darauf, am Sonntag die Messe zu besuchen und regte auch andere
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
biografiA.
Subtitle
Lexikon österreichischer Frauen
Volume
1, A – H
Editor
Ilse Korotin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1422
Category
Lexika
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