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Hromada1392
Künstlerhaus Wien; 1921 42. Jahresausstellung Künstlerhaus Wien; Jubiläumsausstellung
Künstlerhaus Wien.
L.: Bénézit 1966, Czeike 1994, Holme 1913, ÖBL, Thieme/Becker 1924, Vollmer 1962, Mit-
teilungen der Gesellschaft für graphische Kunst, 1904, Heft 4, 1924, Heft 4, Die christliche
Kunst, 16. Jg., April 1916, Die Graphischen Künste 47. Jg., 1924, Heft 2/3, (Nachruf von
Ludwig Michalek); Heft 4, NFP v. 12. 1. 1924, Allgemeines Künstlerlexikon-AKL-On-
line-Künstler: http://www.degruyter.com/, ÖBL -Online-Edition: http://www.biographien.
ac.at/oebl, Karl F. Stock: Bibliographische Datenbanken: http://bibi.kfstock.at/
Ursula Müksch
Hromada Hermine, geb. Prohaska; Widerstandskämpferin
Geb. Wien, 22. 12. 1883
Gest. Wien, 1943
H. H. wird als Tochter des Perlmutterdrechslers Josef Prohaska und seiner Gattin Anna
Hromada (geb. Knapp) am 22. Dezember 1883 in Wien geboren. Die Eltern sind sozialde-
mokratisch eingestellt. Nach dem Besuch der Pflichtschule arbeitet sie als Hilfsarbeiterin;
ab 1902 als Tabakarbeiterin in Ottakring. 1907 heiratet sie den Möbelschlosser Karl Hro-
mada, die Ehe wurde 1924 geschieden. Ab 1925 ist sie in Krankheitspension.
H. H. ist von 1919–1934 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei. Sie ist als Sektionskas-
siererin im 16. Bezirk tätig und leitet die Kinderbücherei. Weiters ist sie Schriftführerin im
Aktionskomitee der sozialdemokratischen Frauen in Ottakring.
In der Zeit des Austrofaschismus ist sie Mitglied der SAH. Sie sammelte Spenden zur Unter-
stützung von Kindern und Angehörigen inhaftierter GenossInnen. 1936 wird sie zu vier Mo-
naten Arrest verurteilt. Unter dem NS-Regime wird H. H. erneut verhaftet und am 13. Juni
1940 gemeinsam mit Franz Pfannenstiel, Robert Uhlir, Friedrich Löwy, Hans Gmeiner, Hele-
ne Potetz,, Marie Pokorny, Karoline Proksch und Frieda Weinlich, wegen „Vorbereitung zum
Hochverrat“ vor dem Wiener Oberlandesgericht angeklagt. Den Angeklagten wird vorgewor-
fen, vom „Frühjahr 1938 bis Herbst 1939 Vorbereitungen getroffen zu haben, um mit Gewalt
die Verfassung des Reichs zu ändern, einen organisatorischen Zusammenhalt herzustellen und
aufrechtzuerhalten.“ Am 20. November 1940 wird H. H. zu einem Jahr Gefängnishaft verurteilt.
Qu.: DÖW 2686, 7656, 20000/325.
L.: Brauneis 1974 Karin Nusko
Hron Johanna; Zeugin Jehovas, Büroangestellte und Gegnerin des NS-Regimes
Geb. Wien, 15. 4. 1904
Gest. Braunau, OÖ, 10. 3. 2009
J. H. wird am 15. April 1904 in Wien als uneheliche Tochter der Johanna Hron und des
Zeichners Engelbert Puder, der in J. H.s frühester Kindheit verstirbt, geboren. Ihre Mutter
heiratet etwa 1920 den Holzarbeiter Leopold Niedermaier. J. H. lebt bis zu ihrer Verhaftung
bei ihrer Mutter und deren Mann im 21. Wiener Gemeindebezirk, Brünnerstraße 15. Bis
1930 ist sie als Büroangestellte tätig. 1930 kommt sie durch Literatur mit Zeugen Jehovas in
Kontakt, besucht deren Vorträge in der Ziegelofengasse und 1931 wird sie im Wiener Rö-
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika