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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
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H | Hübschlin1402 Kinderfachabteilung fanden auch Tbc-Versuchsreihen mit Impfstoffen in Zusammenarbeit mit der Wiener Universitätsklinik statt. Zur Diagnose tuberkulöser Sklerose wurden mittels Enzephalographien an Kindern medizinisch nicht notwendige Eingriffe vorgenommen. Am 5. November 1945 erging vom Landesgericht für Strafsachen Wien der Antrag, M. H. zu verhaften und gegen sie eine Voruntersuchung wegen des Verdachtes auf Mord ein- zuleiten. M. H. behauptete bei den Einvernahmen, mit der Tötung von Kindern „niemals das mindeste zu tun gehabt zu haben“. Vom 15. bis 18. Juli 1946 wurde sie gemeinsam mit dem ärztlichen Direktor der Klinik „Am Spiegelgrund“ Ernst Illing und der ebenfalls dort als Ärztin tätigen Marianne Türk vor Gericht gestellt. Da es keinen Beweis für ihre aktive Mitwirkung an den Morden der Kinder „Am Spiegelgrund“ gab, wurde sie freigesprochen. Ernst Illing wurde zum Tode verurteilt und im November 1946 erhängt. Marianne Türk wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt. 1948 wird sie aus gesundheitlichen Gründen entlas- sen. M. H. blieb zwar vom Dienst in der Gemeinde Wien suspendiert, konnte aber in ihrer eigenen Praxis als Ärztin weiterarbeiten. Es wurde ihr später auch der Titel „Medizinalrat“ verliehen. Qu.: WStLa. L.: Füstler/Malina 2004, Neugebauer/Schwarz 2005, Wikipedia Hübschlin Maria Elisabeth, auch Hübschlein, geb. Beerlin, verh. Kny; Buchdruckerin 17./18. Jh. M. E. B. stammte aus Wangen im Allgäu und wurde die zweite Frau des in Bregenz gebo- renen Buchdruckers Johann Hübschlin (30. 8. 1643–9. 5. 1684), eines der acht Kinder des Gregor Hübschlin und seiner Frau Maria, geb. Bildstein. Er lernte in Luzern, dann in der neugegründeten Klosterdruckerei Einsiedeln, wo er Anna Maria Zimmermann von Luzern heiratete, die bald gestorben sein dürfte. In Bregenz heiratete er 1666 die „Jungfrau M. E. B.“ aus Wangen. 1666–1674 druckte er in Wangen, dann zog er nach Feldkirch, wo M. E. zwi- schen 1676 und 1680 zwei Söhne und zwei Töchter gebar. Um 1683 übersiedelte Johann Hübschlin wegen finanzieller Schwierigkeiten nach Wiener Neustadt, wo er bereits 1684 starb. Seine Witwe heiratete im selben Jahr den Buchdruckergesellen Johann Matthäus Kny, der die Druckerei bis zu seinem Tod 1697 weiterführte. 1698 übernahm sie M. E.s Sohn aus erster Ehe, der 1677 geborene Johann Baptist Hübschl(in). Dieser eröffnete auch in Eisenstadt eine Druckerei (etwa 1711) und wirkte als Esterhazyscher Hofbuchdrucker, starb jedoch schon 1713, vermutlich an der Pest. Wie das Impressum eines Einblattdruckes von 1713 beweist, führte seine Mutter M. E. diese Druckerei zumindest einige Monate weiter, bis das Inventar nach Wiener Neustadt zurückgebracht wurde; dort ist die Firma bis 1717 unter der Bezeichnung „Hübschlinsche Erben“ bezeugt, dann ging sie an Samuel Müller (Molitor), den Lehrherrn des berühmten Johann Thomas Trattner über. L.: Durstmüller 1982, Lang 1972, Somweber 1979 Edith Stumpf-Fischer
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
biografiA.
Subtitle
Lexikon österreichischer Frauen
Volume
1, A – H
Editor
Ilse Korotin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1422
Category
Lexika
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biografiA.