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Hudetschek | H 1403
Hudetschek Juliane; Gemeinderätin
Geb. Aigen, OÖ, 6. 12. 1864
Gest. Linz, OÖ, 17. 5. 1933
Vom 16. 11. 1918–13. 5. 1927 im Gemeinderat tätig. Zuerst für die Deutsch-Freiheitliche Par-
tei, ab 1919 für die Freiheits- und Ordnungspartei und ab 1923 für die Großdeutsche Partei.
Sie arbeitete 1918–1919 in der Sektion für Armenwesen und Sanität und im Ausschuss für
Lebensmittelversorgung; 1919–23 im Ausschuss der städtischen Wohlfahrtsanstalten.
J. H. kommt aus Böhmen und übersiedelt 1901 nach Linz, wo sie 1908 das Bürgerrecht erhält.
Sie war bis zu ihrer Heirat 1887 mit einem Schneidermeister Fabriksarbeiterin. Sie nahm zu-
nächst bei den Sozialdemokraten und dann bei der Großdeutschen Partei eine wichtige Rolle
als Frauenführerin ein und hatte eine Funktion im Deutschen Volksbund für Oberösterreich.
L.: Gehmacher 1998, Rausch 1968
Karin Nusko
Hueber Maria; Ordensschwester
Geb. Brixen/Südtirol, Tirol (Italien), 1653 (1643)
Gest. Brixen/Südtirol, Tirol (Italien), 1705
Laufbahn: Tertiarschwester M. H. zählt zu den historisch markanten Frauen Tirols, wenn-
gleich sie bis heute weithin unbekannt ist. In Armut verlebte sie zunächst ihre erste Jugend
in der alten Bischofsstadt Brixen in Südtirol. Dann musste sie sich als Hausmädchen in Bo-
zen, Innsbruck und Salzburg ihren Lebensunterhalt verdienen. Sie half dabei auch ihrer früh
verwitweten Mutter und ihren drei Geschwistern. Das Jahr 1700 brachte eine entscheiden-
de Wende. Nach Ablegung der Gelübde von Armut, Keuschheit und Gehorsam gründete
sie mit Hilfe des Franziskanerpaters Isidor Kirnigl die Kongregation der Tertiarschwestern.
Diese Schwestern stellten sich zur Aufgabe, in Unterricht und Erziehung der weiblichen
Jugend zu dienen und Alten und Hilfsbedürftigen zur Seite zu stehen. M. H. konnte gegen
alle Widerstände in Brixen die erste unentgeltliche Schule für mittellose Mädchen in Tirol
gründen. Sie hatte Visionen, sah den Sieg über die Türken 1683 bei Wien voraus und trug
die Stigmata Christi. Wegen ihres Gebetseifers wurde sie im Volke „Bet-Moidl“ genannt.
Die oberste Richtschnur ihrer Spiritualität lag in der unbedingten Erfüllung des göttlichen
Willens. Bei ihrem Tode in Brixen erschienen die dortigen Franziskaner mit brennenden
Kerzen als Symbol für das Weiterleuchten ihrer guten Taten.
L.: Beneder 1996/1997, Gelmi 1986, Jensen/Sohn-Kronthaler 2005, Schütte 1941, Sauser,
Ekkart: Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon, www.bautz.de
Hueber Olga; Pianistin und Lehrerin
Geb. Wien, 9. 9. 1869
Gest. ?
Ausbildungen: Absolvierte das Wiener Konservatorium bei Prof. Fischhof.
Laufbahn: War als Konzertpianistin und Lehrerin tätig.
L.: Eisenberg 1891
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 1, A – H
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1422
- Category
- Lexika