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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
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Hummel | H 1411 und sozialen Fortschritt (SFFF). Wegen der in der Schweiz neuerlich massiv einsetzenden antikommunistischen Propaganda wird die Vereinigung 1956 aufgelöst. Somit endet auch die langjährige politische Tätigkeit von L. H. Sie schließt ihr Studium der Heilpädagogik ab und arbeitet mit behinderten Kindern. 1980 stirbt Fred Hümbelin nach langer schwerer Krankheit. W.: „Mein eigener Kopf: ein Frauenleben in Wien, Moskau, Prag, Paris und Zürich“ (1999) L.: Landauer 2003, Die Presse 15. 1. 2000 Karin Nusko Hummel Luise; Lehrerin Geb. Bjelovar, Kroatien, 9. 10. 1847 Gest. Linz, OÖ, 7. 12. 1917 Laufbahn: 1882–1917 leitende Oberschullehrerin an der Urfahrer Mädchenmittelschule, 1884–1916 Leiterin des Bildungskurses für Kindergärtnerinnen, wegen ihrer Verdienste um die Mädchenbildung Vorstandsmitglied des Vereins für Fraueninteressen (seit 1909). Ausz.: 1905 Direktortitel. L.: Ziegler 1920, Der Bund, Oktober 1917 Humula Anna, geb. Rappel; Volks- und Bürgerschullehrerin Geb. Blumau bei Wr. Neustadt, NÖ, 16. 7. 1896 Gest. Hollabrunn, NÖ, 12. 3. 1971 Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Anton Rappel, Militärbeamter in der Pulverfabrik Blu- mau, später in leitender Position im Kriegsministerium; Mutter: Anna, geb. Spüller, stamm- te aus einer donauschwäbischen Familie in Semlin bei Belgrad; Schwester: Luise, verh. Jandl (s. dort), später die Mutter von Ernst Jandl. LebenspartnerInnen, Kinder: 1921 Heirat mit Hauptmann Karl Humula, 1923 Geburt der Tochter Maria, 1925 Geburt des Sohnes Herbert, 1929 Geburt der Tochter Elisabeth. Ausbildungen: Volks- und Bürgerschule, Lehrerinnenbildungsanstalt der Ursulinen, Reife- prüfung 1915, Eintritt in den Schuldienst, Lehrbefähigungsprüfung 1917, berufsbegleiten- de Absolvierung des „Bürgerschul-Lehrcurses“, Lehrbefähigung für Bürgerschulen in den Fächern Deutsch, Geschichte und Geographie 1920. Laufbahn: A. H. war sehr religiös und wollte ursprünglich in ein Kloster eintreten, hat die- sen Plan aber auf Druck ihres Vaters aufgegeben. Sie arbeitete erst als Volksschullehrerin, später als Bürgerschullehrerin in Wien 17., Rötzergasse. 1921 heiratete sie ihren Cousin Karl Humula, der ursprünglich Berufsoffizier gewesen war und nach einem Jusstudium als Verwalter am Wiener Landesgericht arbeitete. Sie hielt an ihrer Berufstätigkeit trotz massi- ven politischen Drucks fest. Etwa 1935 verlor Karl Humula wegen einer schweren Erkran- kung seinen Arbeitsplatz, sodass A. H. ab diesem Zeitpunkt alleine für den Unterhalt der Familie zu sorgen hatte. In den Jahren vor dem „Anschluss“ gaben sie und ihr Mann, der mit dem katholischen Publizisten Friedrich Funder befreundet war, mehrfach deutschen Ka- tholiken, die von Naziverfolgung bedroht waren, für einige Wochen Unterkunft. A. H. galt sofort nach dem „Anschluss“ vor allem wegen ihrer religiösen Einstellung als politisch un- zuverlässig, sie durfte ab 1939 nicht mehr Geschichte unterrichten. 1940 starb ihr Mann an den Folgen seiner Krankheit, 1944 fiel ihr Sohn Herbert im Krieg. Auch die Befugnis zum
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Volume 1, A – H
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
biografiA.
Subtitle
Lexikon österreichischer Frauen
Volume
1, A – H
Editor
Ilse Korotin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1422
Category
Lexika
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