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Junek | J 1525
Ausz., Mitglsch.: 1955 Lyrikpreis des Charlie-Chaplin-Friedensfonds; Mitglied des öster-
reichischen P. E. N.-Clubs ab 1947.
Qu.: Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur; Tagblattarchiv (Personen-
mappe); Institut za Knjizevnost i teatralogiju, Agram; DÖW.
W.: „Der Dichter in der Barbarei. Gedichte von Ina Jun-Broda“ (1950), „Die schwarze
Erde“ (1958), „Beschwingter Stein. Gedichte zeitgenössischer Dichter aus Jugoslawien.
Gesammelt und nachgedichtet von Ina Jun-Broda“ (1976), „Jun-Broda, Ina (Übers.): Na
zeleni strehi vetra. Slowenisch und Deutsch. Auf dem grünen Dach des Windes. So-
dobna slovenska lirika. Slowenische Lyrik der Gegenwart. Izbor in spremna beseda.
Auswahl und Einführung: Boris Paternu. Izd., Hg.: Neuhäuser, Rudolf / Olof, Klaus
Detlef /Paternu, Boris“ (1980),
L.: BLÖF, Bolbecher/Kaiser 2000, Giebisch/Gugitz 1964, Kraus-Herzele 1978, ÖNB 2002,
Spiel 1976, Die Presse 25. 8. 1983 (Nachruf)
Junek Anny, geb. Gross; Schneiderin und Unternehmerin
Geb. Wolfsberg, Kärnten, 30. 4. 1921
Herkunft, Verwandtschaften: Mutter: Emma Gross (1893 –1942 KZ Auschwitz); Vater:
Adolf Gross (1885–1942 KZ Auschwitz); Schwester: Lotte, verh. Roth (1919 –1998).
LebenspartnerInnen, Kinder: Im November 1939 heiratete sie Vilem Junek, einen Vertreter
der tschechischen Kristallfabriken, Offizier einer tschechischen Legion innerhalb der Roten
Armee, er starb 1977. Kinder: Pepe und Ruth, verh. Landesman. Nach dem Tod ihres Man-
nes heiratete sie ein zweites Mal, ließ sich aber wieder scheiden.
Ausbildungen: Besuchte nach der Volks- und Bürgerschule die Wiener Kleidermacherschule
in der Michelbeuerngasse, wo sie zur Schneiderin ausgebildet wurde. Während der Schulzeit
wohnte sie mit ihrer Schwester im Pensionat Stern in der Werdertorgasse 12.
Laufbahn: Von Herbst 1937 bis zur Kündigung im April 1938 absolvierte sie ihr Prakti-
kum in einer Wolfsberger Werkstätte. Mit den Eltern ging sie 1938 über Wien nach Žilina
(Slowakei), wo sie bis zum Frühjahr 1942 blieb. Aus Angst vor der Deportation floh sie mit
ihrem Mann nach Budapest, wo sie von einer Cousine aufgenommen wurde. Im Dezember
wurde sie jedoch von der Polizei aufgegriffen und in ein Lager gebracht, von wo sie nach
Norddeutschland transportiert wurde. Von Mai bis Dezember war sie im KZ Bergen-Bel-
sen. Mit dem „Kastner-Transport“, einer Gruppe von jüdischen Häftlingen, welche von der
SS freigekauft werden konnte, kam sie in die Schweiz. Eine im KZ zugezogene infektiöse
Rheumakrankheit heilte erst nach dem Krieg aus. 1945 traf sie ihren Ehemann wieder, der
in die Sowjet
union verschleppt worden war. Nach dem Krieg übersiedelte sie mit ihrem
Mann zu ihrer Schwester nach Mexiko und betrieb in Acapulco eine Konditorei. Sie lebt
zum Teil bei ihrem Sohn in San Francisco oder bei ihrer Tochter in Israel.
L.: Lauritsch 2000
Jung Margarete, Taufn. Margaretha Louise Theresia, geb. Reichart, verh. Jung, Ps. Mares
Brandt; Musikpädagogin, Komponistin und Jugendbuchautorin
Geb. Schrems, NÖ, 9. 7. 1906
Gest. Wien, 22. 11. 1986
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 2, I – O
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1026
- Category
- Lexika