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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 2, I – O
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Käfer | K 1535 trotz mancher notwendiger Konzessionen an den Publikumsgeschmack und eines für die ersten zehn Jahre garantierten Einspruchsrechts des Stiftes Seitenstetten als Vermieter der seit 7. November 1960 bezogenen neuen Räumlichkeiten auf dem Franz-Josefs-Kai in Wien, konnte St. K. bei der Führung ihres Theaters und der Gestaltung ihres Spielplans ihren persönlichen Idealen  – Antirassismus, Antifaschismus, Pazifismus und Humanismus  – treu bleiben. Anfang der 70er-Jahre unternahm die neuen Wegen stets aufgeschlossene „Prinzipalin“ (Hans Weigel) mit ihrem „Theater der Courage“ das Experiment einer Kollektivführung gemeinsam mit den Regisseuren und Schauspielern Werner Prinz, Dieter Berner und Wolf- gang Quetes, das allerdings trotz künstlerischer Erfolge aufgrund tiefgreifender Auffas- sungsunterschiede letztendlich fehlschlug. 1980/81 wandelte „die Kadmon“ ihr Theater in eine Ges. m. b. H. mit der Schauspielerin, Regisseurin und nachmaligen Theaterdirektorin Emmy Werner als Gesellschafterin um. Am 7. November 1981 konnte St. K. ihr 50-jähriges Jubiläum feiern, die letzte Vorstellung in ihrem Theater fand am 31. Dezember 1981 statt. St. K. war eine der bestimmendsten Theaterpersönlichkeiten Wiens sowohl der Zwischen- kriegszeit als auch nach 1945; ihre Theatergründungen waren Vorbild für die Entwicklung der Kleinkunst- und Kellerbühnen ihrer Zeit. Zudem entdeckte und förderte sie viele später bekannt gewordene junge KünstlerInnen (SchauspielerInnen und RegisseurInnen), sei es Cilli Wang, Leon Askin oder Gusti Wolf im „Augustin“, Emmy Werner, Karlheinz Hackl oder Heinz Marecek in der „Courage“. Ausz.: 1968 Silberne Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien, 1976 Titel Professor, 1982 Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien, 1990 Gedenktafel an ihrem ehemali- gen Wohnhaus, Franz-Josefs-Kai 23. Ausstellung: 1996 Jüdisches Museum in Wien. Ver- kehrsflächenbenennung in Wien 10: „Stella-Kadmon-Weg“. Qu.: Nachlass: Jüdisches Museum, Wien; Theatermuseum, Wien. L. u. a.: Bolbecher 1991, Czeike 1994, Joukhadar 1980, Lebensaft 1994, Mandl 1993, Per- thold 1998, Peter 1996, Peter 1997, Peter 1998, Reisner 1961, Röder/Strauss 1980 –1983, Steines 1993, Wagner 1996, Darstellungen in diversen Kabarettgeschichten etc., ÖBL-On- line (Biographie des Monats Juli 2012) Elisabeth Lebensaft Käfer Irma, geb. Tomaschitz; Bäuerin und Widerstandskämpferin Geb. 27. 2. 1904 Gest. 12. 1. 1945 LebenspartnerInnen, Kinder: Ehemann: Markus Käfer, Widerstandskämpfer. Laufbahn: Gehörte gemeinsam mit ihrem Mann einer Widerstandsgruppe an, welche die Koralmpartisanen mit Lebensmitteln und Informationen zu möglichen institutionellen und persönlichen Angriffszielen versorgte. Die Angehörigen der Gruppe wurden am 6. 1. 1945 durch den VGH in Klagenfurt wegen Unterstützung der PartisanInnen und Kriegsspionage zum Tod verurteilt. I. K. wurde am 12. 1. 1945 in Graz hingerichtet, nachdem Gnadengesu- che abgelehnt worden waren. Qu.: Datenbank VGH, DÖW. L.: Brauneis 1974, Walzl 1994
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Volume 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
biografiA.
Subtitle
Lexikon österreichischer Frauen
Volume
2, I – O
Editor
Ilse Korotin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1026
Category
Lexika
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