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Kainz-Prause1544
Kainz-Prause Clothilde Emilie; Sängerin
Geb. Mährisch-Ostrau, Mähren (Ostrava, Tschechien), 9. 6. 1840 (auch 1843, ÖBL-Internet)
Gest. Graz, Stmk., 18. 1. 1914
Herkunft, Verwandtschaften: Vater: Ökonomiebeamter des Fürsten Liechtenstein.
LebenspartnerInnen, Kinder: 1861 Heirat in Prag mit August Kainz.
Ausbildungen: Erhielt die musikalische Ausbildung in Wien bei den Gesangslehrern Arlet
und Salvi.
Laufbahn: Erstes Engagement am Kärntnerthor-Theater in Wien. Über Brünn (1856),
Braunschweig (1857), Prag (1858), Rotterdam (1864/65) und erneut Prag kam sie 1866
nach Wien zurück. Trat bis 1877 (oder 1882) abwechselnd an der Wiener Hofoper und am
Hoftheater in Dresden auf. Wirkte als Koloratursängerin, aber auch im dramatischen Fach.
Lebte nach ihrem Rückzug von der Bühne in Olmütz und später in Graz.
Ausz.: Titel königliche Kammersängerin.
L.: Eisenberg 1903, Kosch 1960, Killy 1997, Kutsch/Riemens 1997, ÖBL, NTZ Nr. 4., Jg. 1914
Kaiser Elfe, Elfriede Angeli; Übersetzerin und Schriftstellerin
Geb. Westfalen, Deutsches Reich (Deutschland), 15. 6. 1930
Ausbildungen: Studierte Altphilologie, Germanistik und Geschichte, legte die Lehramtsprüfung ab.
Laufbahn: War nach dem Studium auf wissenschaftlich-literarischem Gebiet tätig und
übersetzte aus dem Holländischen.
Ausz.: „Nomis großer Tag“ wurde auf die Ehrenliste zum Jugendbuchpreis gesetzt.
W.: „Nomis großer Tag“ (1961), „Wolfgang und die Funkstreife“ (1961), „Ranga und die
Glocke. Eine Geschichte aus Indien“ (1961), „Dona Leopoldina. Die Habsburgerin auf Bra-
siliens Thron“ (1994), „Pedro II. von Brasilien. Der Sohn der Habsburgerin“ (1997), „Anita
Garibaldi Haymon“ (2001), zahlreiche Hörspiele und Erzählungen
L.: Binder 1968, Hladej 1968, Internationales Institut für Jugendliteratur und Leseforschung
1999, Stock 1995, www.haymonverlag.at/kaiser
Kaiser Helene, geb. Tintner; Buchdruckerin
Geb. Austerlitz, Mähren (Slavkov u Brna, Tschechien), 6. 1. 1876
Gest. Sobibór, Polen, 1942?
LebenspartnerInnen, Kinder: H. war mit dem Wiener Buchdrucker Alexander Kaiser (gest.
1931) verheiratet.
Laufbahn: Nach dem Tod ihres Mannes führte sie den Betrieb weiter. Sie war mosaischen
Glaubens und suchte 1938 an, auswandern und Teile ihres Maschinenparks mitnehmen zu
dürfen, was ihr bewilligt wurde, sofern alle Gläubiger befriedigt und eine Gebühr von 3 %
des Schätzwertes bezahlt würde. Doch am 14. 6. 1942 wurde sie von ihrer letzten Wohnad-
resse (Wien 2, Rueppgasse 3/10, wahrscheinlich einer Sammelwohnung) nach Sobibór, Be-
zirk Lublin deportiert. Die Firma wurde aus „rassischen“ Gründen stillgelegt. Mit Beschluss
des Landesgerichts für Zivilrechtssachen 48T4299/46 wurde sie für tot erklärt.
Qu.: Biograph. Informationen v. Klaralinda Ma-Kircher, Datenbank DÖW: http://www.doew.at/.
L.: Durstmüller 1989
Edith Stumpf-Fischer
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 2, I – O
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1026
- Category
- Lexika