Page - 1546 - in biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 2, I – O
Image of the Page - 1546 -
Text of the Page - 1546 -
Kalbeck | K 1545
Kalbeck Julie, geb. Freund; Frauenrechtsaktivistin
Geb. 1852
Gest. Wien, 17.6.1922
Herkunft, Verwandtschaften: Tochter eines Buchdruckereibesitzers und Zeitungsherausge-
bers.
LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit dem Musikschriftsteller und -kritiker Max
Kalbeck; Sohn: Paul Kalbeck (1884 –1949), Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller.
Laufbahn: J. K. war in der Frauenwohltätigkeitsbewegung tätig. Sie war im Verein „Lucina“
aktiv, der zur Begründung und Erhaltung von Wöchnerinnen-Asylen und zur Heranbil-
dung von Wochen-Pflegerinnen gegründet wurde.
L.: http:// …/ariadne/vfb/, http://agso.uni-graz.at/marienthal/ …/biografien/
Kallab Margarete, Margaretha Camilla Carolina; Komponistin und Musikpädagogin
Geb. Brünn, Mähren (Brno, Tschechien), 15. 2. 1888
Gest. Wien, 11. 11. 1969
Herkunft, Verwandtschaften: Stammt aus der gutsituierten Bildungsschicht Brünns. Vater:
Viktor Kallab (1849 –1911), Kaufmann; Mutter: Carolina, geb. Block (* 1860). Verlor die
Mutter bereits als Kleinkind.
Ausbildungen: Staatliches Mädchenlyceum in Brünn, 1905 Reifeprüfung; 1909 Staatsprü-
fung in Klavier, Wien, 1912–1915 Hellerau bei Dresden, Bildungsanstalt für Musik und
Rhythmus (Dalcroze-Methode); zunächst autodidaktische Studien zu Komposition, nach
1945 (1947?) inskribierte sie Kontrapunkt und Satzlehre, unterrichtet von Alfred Uhl
(1909 –1992) an der Akademie für Musik und darstellende Kunst, 1947 Staatsprüfung für
Rhythmische Erziehung; 1956 und 1958 Kurse an der Akademie Wien.
Laufbahn: Gründete in Brünn eine eigene Schule für Rhythmik, Gymnastik, Tanz und
Musik, die sie bis 1945 betrieb. 1920/21 Berufung an die Dt. Akademie für Musik und
darstellende Kunst in Prag, die sie jedoch nach einem Jahr wieder aufgab. Daneben weitere
Lehrtätigkeit an der VHS Brünn, 1939 – 45 Lehrstelle für Rhythmik an der Musikschule
Brünn und für Klavier an der staatlichen Lehrerbildungsanstalt. Erste Kompositionen von
Kinderliedern und Musikstücken für Bewegungsgestaltung, Klavierstücke und zwei musi-
kalische Hörspiele. 1945 vom „Aussiedlungsbeschluss“ betroffen, wurde sie in ein KZ ge-
bracht, musste den „Todesmarsch nach Porliz“ mitmachen und landete schließlich im KZ
Grusbach. Ende Oktober 1945 entschloss sie sich zur Flucht nach Österreich und erreichte
Anfang November Wien. Ihre ehemalige Schülerin Rosalia Chladek (1905 –1995) vermit-
telte ihr eine Stelle am Konservatorium der Stadt Wien. Nach einem schweren Unfall 1948
und dem Verlust ihrer Anstellung intensivierte sie ihre musikalischen Studien und kompo-
sitorische Tätigkeit.
Ausz., Mitglsch.: Mitglied der Reichstheaterkammer und ab 1951 Mitglied der AKM, 1958
Titel „Professor“ für ihre pädagogische und schöpferische Tätigkeit.
L.: Marx /Haas 2001
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 2, I – O
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1026
- Category
- Lexika