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Kallir | K 1547
Qu.: Tagblattarchiv.
L.: BLÖF, Danielczyk 2003, Teichl 1951, Wikipedia, Burgtheater-Legende Elisabeth Kalli-
na gestorben http://www.spirit-fanzine.de/, www.aeiou.at
Kallir Edith, geb. Haber; Pädagogin und Fotografin
Geb. Wien, 15. 6. 1915
Gest. New York City, New York, USA, 2. 9. 1982
LebenspartnerInnen, Kinder: 1939 Heirat mit Wilhelm Kallir (1912 –1999), Anwalt in New York.
Ausbildungen: Besuchte das Franz Josephs-Realgymnasium in Wien 1, Stubenbastei 6 –8
und maturierte 1932. Absolvierte die Lehrerinnenbildungsanstalt, die sie mit dem Diplom
für Volksschullehrerin abschloss.
Laufbahn: 1938 Emigration über Hamburg in die USA. 1940 Auftrag für eine Portraitserie
der Malerin „Grand’ ma Moses“. 1942 gründete sie ein Fotostudio in New York, sie war bis
1965 als Kinderfotografin tätig und erwarb nebenbei das Bakkalaureat in Philosophie. Sie
war ab 1965 als Sozialarbeiterin für private Wohlfahrtsorganisationen tätig.
L.: Auer 1997
Kallir Eva Marie, Evamarie; Sozialarbeiterin
Geb. Wien, 26. 6. 1925
Herkunft, Verwandtschaften: Ihr Vater Dr.phil. Otto Kallir (bis 1934 Nirenstein-Kallir,
1894–1978) war Kunsthändler, Kunsthistoriker und Publizist. Im Jahr 1923 gründete er die
„Neue Galerie“, die heute „Galerie nächst Sankt Stephan“ heißt, sowie die Galerie „St. Eti-
enne“ in Paris und eine gleichnamige Galerie in New York, die bis heute besteht. Ihre Mut-
ter Franziska, geb. Gräfin zu Löwenstein, wurde 1899 in Oberau in Deutschland geboren
und starb 1992. Die Mutter war Katholikin, so auch E. M. K.
Ausbildungen: E. M. K. ging bei den Ursulinen zur Schule. In den USA, wohin sie mit ihrer
Familie 1938 im letzten Moment nach einem einjährigen Aufenthalt in der Schweiz flüch-
ten konnte, schloss sie ein College mit Schwerpunkt Kunstgeschichte und Kunsterziehung
ab, in Wien eine Abendschule für Sozialarbeit, wo sie 1967 ihr Diplom erwarb.
Laufbahn: Die teils aus katholischem, teils aus jüdischem Zusammenhang stammende Fa-
milie Kallir floh Mitte Juni 1938 vor dem Nationalsozialismus in die Schweiz, ein Jahr später
in die USA. Nach ihrem Collegeabschluss betreute E. M. K. afro- und lateinamerikanische
Kinder in einem Tageshort in Harlem. Danach unterrichtete sie zwei Jahre lang an einer
öffentlichen Schule. E. M. K. kehrte nach Österreich zurück. Anfang der 50er Jahre leitete
sie, auf Wunsch ihres Vaters, zwei Jahre lang die „Neue Galerie“ in Wien, danach arbeitete
sie elf Jahre lang im ersten SOS-Kinderdorf in Imst in Tirol als handwerkliche Leiterin. Sie
mobilisierte in den USA gemeinsam mit den Eltern Spendengelder für die SOS-Kinderdör-
fer. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Sozialarbeiterin war sie im International
Social Service tätig. Später wechselte sie zum Psychohygienischen Dienst der Stadt Wien.
Sie begann zu dieser Zeit auch ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Regenbogenhaus, später
in Flüchtlingseinrichtungen, wo sie bis 2000 Sprachunterricht in Englisch, Deutsch und
Latein gab. In den letzten Jahren ihrer Tätigkeit war sie vor allem mit Jugendlichen und
Familien aus Afghanistan, dem Kosovo und der Türkei in Kontakt.
biografiA.
Lexikon österreichischer Frauen, Volume 2, I – O
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- biografiA.
- Subtitle
- Lexikon österreichischer Frauen
- Volume
- 2, I – O
- Editor
- Ilse Korotin
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2016
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79590-2
- Size
- 17.4 x 24.5 cm
- Pages
- 1026
- Category
- Lexika