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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
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Sailer | S 2809 Jahre diente er freiwillig in der britischen Armee und wurde im Nahen Osten eingesetzt. Auch E.s Schwestern überlebten Krieg und Holocaust: Ruth floh nach Jugoslawien und dann nach Ungarn, wo sie gefangen genommen wurde; doch sie überlebte die KZ Ausch- witz und Bergen-Belsen, wo sie von den Britischen Truppen befreit wurde. Die ältere Schwester Hilde hatte 1936 eine Studienreise nach Ägypten unternommen, wo sie in den folgenden Jahren blieb. 1946 kehrte Karl Hans nach Wien zurück und 1947 folgte ihm E. mit ihrem Vater und ihrem Sohn John. Karl Hans war bis zu seinem Tod in der Redaktion der Arbeiter-Zeitung tätig. Laufbahn: Nach ihrem Studienabschluss war E. S. vom 3. 6. 1932 bis 12. 3. 1938 als Konzi- pientin zur Vorbereitung auf den Rechtsanwaltsberuf beschäftigt. Als Emigrantin in den U. S. A. arbeitete sie in einem Meinungsforschungsinstitut und absolvierte zugleich ein Stu- dium der sozialen Fürsorge an der Columbia University of New York, wo sie anschließend als wissenschaftliche Hilfskraft tätig war (16. 11. 1942–15. 3. 1943), dann in der Sozialen Fürsorge in der Gemeinde New York bis 31. 7. 1943 und danach wieder an der Columbia University New York als wissenschaftliche Hilfskraft und Statistikerin bis 31. 12. 1946. In diesem Jahr kehrte sie mit ihrem Vater und ihrem Sohn John nach Wien zurück und war ab 3. 2. 1948 Bedienstete der MA 11 (Jugendfürsorge) der Gemeinde Wien. Sie war Leiterin der Fürsorgeschule der Gemeinde Wien und seit 1. 10. 1956 Leiterin des Referates Schulung, Forschung und internationale Verbindungen. Sie vertrat die stv. Leiterin der Abt. Social Division Technical Assistance bei den Vereinten Nationen (VN) in Genf (6. 12. 1951– 14. 4. 1952) und hielt in Genf zwei internationale Seminare ab (11. 5..–30. 11. 1952 und 24. 7.– 20. 8. 1953), war UNO-Expertin (Konsulentin für soziale Wohlfahrt, dann Sozialberaterin) der jugoslawischen Regierung während der Jahre 1953, 1955 und 1956 und UNO-Expertin bei der burmesischen Regierung (Planung und Ausarbeitung eines Ausbildungsprogram- mes für Sozialarbeiter und Errichtung von Wohlfahrtsschulen) vom 9. 4. bis 8. 6. 1958. Da E. S. und ihr Mann in all diesen Jahren wenig zuhause waren, nahm wie in so vielen Fällen die Großelterngeneration, in diesem Fall der Großvater Jakob Zaloscer das Kind in New York und dann in Wien unter seine Obhut. Später war John weitgehend sich selbst überlassen, was er sehr genoss und wobei er seinen individuellen Lebensweg fand. E. S. unternahm im Auftrag der VN und der burmesischen Regierung eine Studienreise durch den Fernen Osten bzw. Südostasien zum Studium der sozialen Wohlfahrtsprobleme (1. 7.–18. 7. 1959, 28. 7. 1959–24. 12. 1960). Vom 1. 3. 1961 bis 30. 4. 1964 arbeitete sie im Amt des Hochkommissars der VN für die Flüchtlinge in Wien mit. Nachdem sie 1952 aus dem pragmatischen Dienst ausgeschieden war, wurde sie 1964 neuer- lich bei der Gemeinde Wien pragmatisiert, mit 18. 6. 1964 dem Außenministerium (BMfaA) dienstzugeteilt und im April 1965 in den Höheren Ministerialdienst des Außenministeri- ums übernommen. Es war der spätere Bundeskanzler Bruno Kreisky, damals (1959 –1966) Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten, der sie in den diplomatischen Dienst holte. Mit 1. 6. 1965 wurde sie mit der Leitung der Abteilung 10 betraut, mit 1. 7. 1965 zum Mi- nisterialrat (!) ernannt. 1970 war sie UNO-Bevollmächtigte zur Erstellung eines Berichts an den Sicherheitsrat über die Lebensfähigkeit von Bangladesch. Ende Februar 1971–1974 wurde sie zur österreichischen Botschafterin in Delhi ernannt, mit- beglaubigt in Sri Lanka, Nepal und Bangladesch. Im selben Jahr legte sie die Prèalable und
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
biografiA.
Subtitle
Lexikon österreichischer Frauen
Volume
3, P – Z
Editor
Ilse Korotin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1238
Category
Lexika
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