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biografiA. - Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
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S | Sasso2830 Qu.: WStLa, Archiv der Pfarre St. Stephan, Wien. L.: Bittner 1948, Czeike Bd. 5, 2004, Futter 1970, Gugitz 1920, Hadamowsky 1934, Kosch 1953, Mansfeld 1950–52, ÖBL, Rommel 1952, Giebisch/Gugitz 1964, Goedeke 1951, Hada- mowsky 1925, Österreichisches Musiklexikon Online Sasso Käthe, geb. Smutisch; Widerstandskämpferin Geb. Wien, 28.3.1926 Herkunft, Verwandtschaften: Aus burgenländisch-kroatischer (nach anderen Angaben tschechischer) sozialdemokratischer Familie. LebenspartnerInnen, Kinder: Ehemann: Josef Sasso, Widerstandskämpfer. Laufbahn: K. S.s Eltern arbeiteten nach dem „Anschluss“ im Widerstand. Sie sammelten Geld und Lebensmittelmarken für Inhaftierte und stellten in ihrer Wohnung Flugzettel her. Der Vater wurde zur Wehrmacht eingezogen. Die Mutter wurde schwer krank. K. S. über- nahm nach dem Tod ihrer Mutter als 15-jährige Schülerin deren politische Arbeit, war in der Roten Hilfe aktiv und arbeitete bei der Herstellung und Verteilung illegaler Flugschrif- ten mit. Gehörte der Gruppe um den KP-Funktionär Neustadtl an. Wurde im August 1942 verhaftet. Nach ihrer Verhaftung wurde sie in der Roßauerkaserne in Einzelhaft genommen und brutalen Verhören durch die Gestapo unterzogen. Dennoch gab sie niemanden preis. Bis zur Verhandlung im April 1944 blieb sie im Gefängnis Schiffamtsgasse und im Landes- gericht in Haft. Danach Arbeitserziehungslager Oberlanzendorf. Im Oktober 1944 wurde sie ins KZ Ravensbrück transportiert, wo sie bis zur Befreiung inhaftiert war. 1945 kehrte sie zu Fuß nach Österreich zurück. Sie heiratete den Widerstandskämpfer Josef Sasso und war in dessen Spenglerei tätig. K. S. ist als Zeitzeugin in Schulen tätig und engagiert sich u. a. für den Erhalt und die Pflege der Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof, dem Bestattungsort vieler hingerichteter WiderstandskämpferInnen. Ausz.: Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien. L.: Baier 1987, Berger 1985, Steinthaler 2008 Sator Maria; Gegnerin des NS-Regimes Geb. 1926 Laufbahn: 1944 wurden ihrem Elternhaus 23 jüdische ZwangsarbeiterInnen aus Ungarn zugeteilt, die beim Bau eines neuen Wehrs beschäftigt wurden. Als 1945 die Lage für Juden immer gefährlicher wurde, bauten sie mit Hilfe der Betroffenen einen Stollen, in dem sich die ZwangsarbeiterInnen bis Kriegsende verstecken konnten. Weil keiner der Mitwisser etwas verriet, konnten alle 23 im Juli 1945 in ihre Heimat zurückkehren. Ausz.: 2008 wurde sie mit beim 4. Österreichischen Sozialforum (ASF) in St. Peter mit einer Münze geehrt. L.: http://www.unterguggenberger.org/, http://www.laemp.at/…/rede_ehrung.pdf Sattek Adelheid (Heide), geb. Licek; Mittelschulprofessorin und Alpinistin Geb. Wien, 9. 1. 1932 Gest. Willfernertal, Osttirol, 8. 4. 1988 LebenspartnerInnen, Kinder: Verheiratet mit Dr. Hans Sattek. Sohn: Harald.
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biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Volume 3, P – Z
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
biografiA.
Subtitle
Lexikon österreichischer Frauen
Volume
3, P – Z
Editor
Ilse Korotin
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79590-2
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1238
Category
Lexika
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